Bild: dpa/Moises Castillo

Mexiko hat einen neuen Präsidenten gewählt – und zwar mit einem historischen Ergebnis. Andrés Manuel Lopez Obrador wird voraussichtlich der nächste Staatschef des Landes – nach einer ersten offiziellen Hochrechnung liegt er mit etwa 53 Prozent der Stimmen deutlich in Führung. (Tagesschau)

Lopez Obrador schreibt damit schon jetzt Geschichte: Noch nie hat ein Präsident in der noch jungen Geschichte der mexikanischen Demokratie so viele Stimmen geholt.

Wer ist Obrador – und wie will er Mexiko nun verändern? 5 Fakten über den Wahlsieger:

1.

In Mexiko nennen ihn alle nur AMLO.

Andrés Manuel Lopez Obrador ist Links-Nationalist und trat für die von ihm selbst gegründete Partei Morena an. Weil der Name dann doch ziemlich lang ist, wurde im Wahlkampf vor allem die Abkürzung genutzt: AMLO.

Das scheint geholfen zu haben. Zur Abschlussveranstaltung des 64-Jährigen kamen Zehntausende ins Azteken-Stadion in Mexiko-Stadt. Zum Jubel über den Wahlerfolg dann noch mal einige mehr auf den Zocalo, den zentralen Platz in Mexiko-Stadt:

(Bild: dpa/XinHua)

2.

Lopez Obrador war Bürgermeister von Mexiko-Stadt.

2000 wurde Obrador knapp Bürgermeister – und regierte die Hauptstadt fünf Jahre lang. In der Amtszeit machte er seinem Ruf als Linker alle Ehre: Obrador verteilte Lebensmittelgutscheine an Bedürftige und erhöhte die Sozialleistungen. Davon profitierte er jetzt auch im Wahlkampf.

3.

Es ist bereits sein 3. Anlauf auf das Präsidentenamt – trotzdem gibt er sich als Neuling.

2006 wollte Obrador Präsident werden, dann noch mal 2012. Immer unterlag er. Jetzt führte er einen Wahlkampf als Polit-Neuling – der er eigentlich gar nicht ist. Sein Tenor: Die Regierung ist korrupt, eine "Macht-Mafia" hat das Land im Griff. Die Leute mochten das. Der Mexiko-Experte Christopher Wilson sagt über seinen Stil:

Er ist links, Nationalist, aber auch Populist.​​

4.

Seine Gegner nennen ihn "Hühnchen", seine Anhänger Steve Jobs.

Es geht um eine Äußerlichkeit. Die erinnert einige an die Comic-Figur "Chicken Little". Andere hingegen sagen, er hat ein ähnliches Charisma wie einst Apple-Gründer Steve Jobs. Und sei auch sonst eine Art Messias.

(Bild: Disney)

5.

Von Trumps Mauer hält Obrador nicht viel.

Obradors politische Ziele sind etwas verwirrend; er will Korruption bekämpfen, verspricht aber Handlangern der Drogenkartelle Straffreiheit.

In einem ist er eindeutig: Mit den USA muss es wieder eine bessere Partnerschaft geben, trotz Trump (SPIEGEL ONLINE). Über die Mauer-Pläne des US-Präsidenten sagte er:

Wir brauchen eine auf Kooperation ruhende Freundschaft und keine auf Mauern oder Machtausübung basierende schlechte Nachbarschaft.​​

Haha

Betrunkener klaut kaputtes Tretboot, kann sich nur mit Bierkrug retten
We feel you.

Wer kennt es nicht: Man ist betrunken und will was Verrücktes machen – manchmal sogar was Kleinkriminelles, etwas klauen zum Beispiel. Normalerweise tut es ein Baustellenschild. Doch ein 36-Jähriger, der am Samstagabend das Fest "Wochenende an der Jade" in Wilhelmshaven besucht hatte, war etwas ambitionierter.