Ihre Fans feiern sie dafür.

Lena Meyer-Landruts Instagram-Community ist riesig. Mehr als 2,3 Millionen Abonnenten folgen der ESC-Gewinnerin und Influencerin. Meistens zeigt sie ihren Fans die schönen Seiten ihres Lebens – Reisen, Sport, Mode. Doch jetzt hat Lena ein Bild hochgeladen, das die hässliche Seite ihres Promi-Daseins zeigt.

Was hat Lena Meyer-Landrut gepostet?

Lena postete ein Spiegelselfie, wie sie es schon unzählige Male vorher getan hat: Weißes Top, dunkle Jeans, offene Haare.

Doch dieses Mal hat das Bild einen ernsten Hintergrund: Lena hat mit schwarzem Edding Hasskommentare auf den Spiegel geschrieben. Kommentare, die sie selbst erhalten hat. 

Neben platten Beleidigungen wie "Du bist eine Schande" oder "Du dumme Schlampe" sind auch tief verletzende Kommentare zu lesen, wie etwa "du wirst nie genug sein" oder "hässlich und nichts wert". Lena postete das Bild ohne jegliche Beschreibung. Denn das Selfie spricht wohl für sich.

Welche Reaktionen gibt es?

Ihre Fans feierten Lena für das Bild. Innerhalb der ersten 19 Stunden bekam das Selfie über 114.000 Likes. Viele Instagram-User waren geschockt von den Kommentaren und munterten Lena auf. "Lass dir von den Neidern nichts sagen", schrieb eine Userin. "Lass dich von denen nicht beeindrucken, du bist eine Hammer-Frau", eine andere. 

Auch einige Prominente kommentierten Lenas Bild. Jennifer Weist von der Band Jennifer Rostock schrieb: "Was ich dir empfehlen kann: Kommentare nur noch von Freunden zulassen. Mir gehts seit dem fantastisch."

Vielleicht wird sie diesen Tipp in Zukunft befolgen, denn Lena Meyer-Landrut wurde in vergangener Zeit schon einige Male auf sozialen Netzwerken wüst beschimpft. Zuletzt, als sie sich der Initiative #unfollowme anschloss, bei der Prominente rechte Follower dazu auffordern, ihnen zu entfolgen.  

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Unfollow me wenn Hass und Gewalt deine Sprachen sind #unfollowme

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Future

Frauenquote? Ja! Und bitte gleich noch eine Quote für junge Menschen dazu
Sprengen wir den Altherrenklub!

Seit 100 Jahren dürfen Frauen wählen, und trotzdem ist Politik vor allem Männersache. Justizministerin Katarina Barley (SPD) findet diese Männerdominanz "beschämend". Ihre Forderung: das Wahlrecht ändern. Zum Beispiel, indem eine Quote für Wahllisten eingeführt wird. Klar, das ist notwendig, das zeigt schon der Blick auf den Frauenanteil: Nur ein Drittel der Abgeordneten im Bundestag ist weiblich.

Allerdings zeigt ein Blick auf die Zahlen noch etwas: Der Bundestag ist viel zu alt, im Durschnitt 49,4 Jahre. Damit sind die Abgeordneten etwa fünf Jahre älter als die normale Bevölkerung.

Die Alten machen die Gesetze, die Jungen leben später damit.

Das Parlament ist ein Altherrenklub. Er besteht größtenteils aus Menschen, die mit Fax, Schallplatten oder Miami Vice aufgewachsen sind. Und wir wundern uns, dass wichtige Zukunftsfragen verschleppt werden. Insofern: Ja, die Frauenquote ist eine gute Idee.

Aber wir brauchen auch eine Jugendquote! Wenn nicht für den Bundestag, dann halt für die Wahllisten der Parteien.

Zumindest 30 Prozent der Kandidatinnen und Kandidaten müssen unter 30 sein; Parteien, die sich nicht daran halten, wird die Parteienfinanzierung gekürzt – Problem gelöst. Warum 30 Prozent? Wir haben ja schließlich einiges aufzuholen.

Wie groß das Problem ist, zeigen die Zahlen.

  • Von 709 Abgeordneten waren zu Beginn der Wahlperiode 13 Menschen unter 30.
  • Das sind nicht mal zwei Prozent.
  • In der Gesamtbevölkerung sind etwa 14 Prozent zwischen 18 und 30. (16- und 17-Jährige beispielsweise also zählen wir an der Stelle nicht mit.)
  • Das ist immer noch nicht viel. Ältere Menschen sind deutlich in der Überzahl.
  • Aber das Missverhältnis ist krass. Im Bundestag sind junge Menschen viel seltener als in unserer Gesellschaft insgesamt.