Bild: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
Jetzt ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft.

Ende April griffen Polizisten in Leipzig vier Jugendliche auf, die im Stadtteil Connewitz Graffiti gesprüht hatten. Sie hatten unter anderem die Schriftzüge "ACAB" und "Kill Cops" gesprüht, außerdem einen Aufruf für eine Demo gegen Rechtsextreme am 1. Mai in Chemnitz. 

Was vor dem Transport in die Wache geschah, darum geht es jetzt in Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft. 

Denn: Der linke Verein "Rote Hilfe" und die Anwältin eines der Jugendlichen werfen den Polizisten vor, die vier 15-Jährigen misshandelt zu haben.

In der Mitteilung der Leipziger Ortsgruppe der vom Verfassungsschutz als linksextrem eingestuften "Roten Hilfe" heißt es unter anderem, einem der Jugendlichen seien Geldscheine und ein Feuerzeug in den Mund gestopft worden. Die Polizisten sollen während "Friss, Friss, Friss" gerufen haben sollen. Bei dem Einsatz sollen die 15-Jährigen zudem geschlagen und beleidigt worden sein. 

Weil sich die Anwältin eines der Jugendlichen mit einem mehrseitigen Schreiben eingeschaltet hat, ermittelt jetzt auch die Polizei in dem Fall. 

Die Vorwürfe seien teilweise auch von strafrechtlicher Relevanz, so Polizeisprecher Andras Loepki zu bento. Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft werde diesen nun nachgegangen. Auch ein Disziplinarverfahren gegen die Beamten werde "sehr wahrscheinlich" geprüft werden – laut Loepki in solch einem Fall üblich. 

Gleichzeitig betont die Polizei auch, dass auch die "Rote Hilfe" nur die eine Seite darstelle: "Die Objektivität der Mitteilung sei ja einmal dahingestellt", sagte Polizeisprecher Loepki. Dennoch werde darin der Vorfall als Tatsache dargestellt.


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