Bild: Lego

Lange Zeit sah es im Kinderzimmer so aus, dass weibliche Playmobil- oder Lego-Figuren nur Prinzessin, Bäuerin oder Betreiberin eines Beauty-Salons sein konnten. So viel Spaß das Spielen damit sicherlich gemacht hat, vermittelte diese Rollenzuteilung auf Dauer doch eher ein einfaches Weltbild.

Seit ein paar Jahren hat sich dieser Trend deutlich gewendet. Weibliche Spielfiguren sind nun auch Polizistin, Jedi, Superheldin und bald: Raketenwissenschaftlerin. Denn Lego bringt voraussichtlich noch Ende des Jahres fünf bekannte Frauen der amerikanischen Weltraumbehörde Nasa als Set heraus.

Diese Frauen werden bald in Lego gegossen:
  1. Katherine Johnson: Die Mathematikerin berechnete die Flugbahnen für das Mercury-Programm, also die ersten bemannten Flüge der Amerikaner ins Weltall.
  2. Margaret Hamilton: Die selbsterlernte Informatikerin programmierte die Flugsoftware für das Apollo-Raumfahrtprogramm und die Mondlandung.
  3. Sally Ride: Die Astrophysikerin und Astronautin war die erste Amerikanerin im Weltall.
  4. Nancy Grace Roman: Die inzwischen 91-jährige Astronomin gilt als "Mutter des Hubble-Teleskops".
  5. Mae Jemison: Die Ingenieurin und Physikerin wurde unter anderem als erste Afroamerikanerin im Weltall berühmt, hat neun Ehrendoktortitel und sogar schon bei "Star Trek" mitgespielt.

Die Idee für das Set stammt von der Wissenschaftsjournalistin Maia Weinstock, die sich damit in einem Wettbewerb gegen andere beliebte Vorschläge durchsetzte – unter anderem das Haus der Addams-Family oder das Modell eines Teilchenbeschleunigers.

Den nötigen Aufwind bekam ihr Projekt auch durch den Kinofilm "Hidden Figures", der die Rolle der afroamerikanischen Mathematikerinnen vor dem ersten bemannten Flug ins All beleuchtet und viele Menschen für das Thema sensibilisierte.

Es ist nicht das erste Mal, dass Lego weibliche Wissenschaftlerinnen verkauft. 2014 gab es das "2110 Research Institute", das drei Forscherinnen mit ihrem coolen Equipment zeigte. Wenige Jahre zuvor stand Lego noch in der Kritik – die Marke hatte begonnen, mehr und mehr rosafarbenes Spielzeug speziell für Mädchen anzubieten. (Pink stinks)

Wenn sich die Marke auch immer mehr für Mädchen öffnet (und das nicht nur durch Einhorn-Regenbogen-Exzesse), kann das für die Zukunft der Wissenschaft nur vorteilhafte Auswirkungen haben. Denn momentan liegt der Anteil der Frauen in Studienfächern wie Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik bei nur 25 Prozent.


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