Bild: Phuong Tran
Deshalb freuen wir uns auf mehr von Larissa Rieß.

Larissa Rieß ist ein Multitalent: Vor der Kamera hat sie nicht nur einen Stammplatz beim "Neo Magazin Royale", sondern auch Rollen in Filmen wie "Fack ju Göhte 3" oder der Serie "Jerks". Sie tritt als Moderatorin auf und steht regelmäßig am DJ-Pult und spielt Musik mit viel Bass. Uns hat sie dieses Jahr erklärt, wie man sich gegen Sexismus im Club wehren kann – hier zieht sie Bilanz und blickt nach vorn:

Was war dein größter Erfolg im vergangenen Jahr?

Mein für mich persönlich größter Erfolg waren in diesem Jahr meine mehrfach hintereinander ausverkauften DJ Gigs. Dass es Menschen gibt, die mittlerweile zu meinen Gigs fliegen, stundenlang mit dem Flixbus fahren oder sich zu sechst ein Zimmer in einem kleinen Hostel teilen, nur um mich auflegen zu sehen, ist ein unfassbares Gefühl.

Welche Herausforderung gab es dabei – und wie hast du sie gemeistert?

Anfangs wollten die Clubbetreiber mich nicht bei ihnen auflegen lassen. Sprüche wie „Die ist doch eine TV Tussi, die lässt doch sicher einfach einen fertigen Mix laufen“ oder „Die will Bass und Dubstep auflegen? Die ist doch Moderatorin beim Radiosender 1LIVE, die spielt doch eh nur Charts“ musste ich mir anfangs ständig anhören.

Aber auch, wenn mittlerweile meine Gigs gut besucht sind und mich bisher jeder Club mindestens ein zweites Mal gebucht hat, ist der Kampf um das Vertrauen in mich seitens der Veranstalter noch am laufen.

Vor ein paar Wochen erst sagte ein Clubbesitzer zu mir: „Wir waren uns unsicher, ob wir dich buchen sollen. Die Leute sind hier in der Stadt mehr an Charts gewöhnt und deine Musik ist ja nicht so Mainstream. Die kommen ja auch vielleicht eher weil sie deinen Hund auf Instagram lustig finden.“ Dieser Gig war ausverkauft, einer meiner besten Abende als DJ und nach der Show sagte der Veranstalter zu mir: „Ok, hab dich unterschätzt. Krass, die kommen echt einfach wegen deiner Mukke und nicht weil sie deinen Hund cool finden.“ 

Was ist dein persönlicher Wunsch für 2019?

Ich möchte auf großen Festivals spielen und Bass Musik in Deutschland größer machen. Ich glaube, dass Clubbetreiber und Veranstalter die jungen Leute unterschätzen. Klar ist es einfacher einen DJ die Charts auflegen zu lassen, am besten noch einen Kumpel oder den Praktikanten, der zwar keine Übergänge machen kann aber dementsprechend auch nur einen 20er dafür verlangt. Wir müssen uns trauen auch Musik wie Bass House, Dupstep, Future Bass, Drum n Bass oder Trap auf großen Bühnen stattfinden zu lassen, wie es in anderen Ländern auch der Fall ist.

Ich möchte durch die Clubs und Festivals Deutschlands ziehen und denen, die diese Musik auch lieben und in deren Stamm-Club jede Woche derselbe Song läuft, genau diese Musik mit einer Prise LARI LUKE geben.

Was brauchst du, um das umzusetzen?

Ein DJ-Pult.

19 für 2019

Sie helfen Menschen in Not, retten Bäume für das Klima, kämpfen für faire Löhne, engagieren sich gegen Rechts, streiten für Gerechtigkeit und sind ganz einfach Vorbilder: Wir stellen 19 junge Menschen vor, die uns 2018 inspiriert haben – und von denen wir 2019 noch viel hören werden. Hier geht es zur Übersicht


Grün

19 für 2019: Florian Pachaly und Fabian Eckert haben etwas gegen Wegwerfbecher
Deshalb freuen wir uns auf 2019 mit den Gründern von Recup.

Florian Pachaly und Fabian Eckert haben eine Mission: Seit 2016 haben sie dem Coffee-to-go aus dem Einwegbecher den Kampf angesagt. Die beiden haben ein neues Pfandsystem für Kaffeebecher entwickelt (bento). Recup heißt es und ist in immer mehr deutschen Städten verfügbar, um den Einwegkaffeebecher verschwinden zu lassen und so jeden Tag ein bisschen etwas für den Umweltschutz zu tun.

Wir haben mit Florian Pachaly und Fabian Eckert darüber gesprochen, wie sie ihr Unternehmen noch erfolgreicher machen wollen.