Bild: imago/Annette Zoepf
Nicht einmal die Katholiken sind dafür.

Markus Söder will, dass in allen bayrischen Behörden Kreuze hängen und wurde dafür bereits stark kritisiert (bento). Nun hat er noch einen Rüffel bekommen – und das ausgerechnet von einem Vertreter der katholischen Kirche: Kardinal Reinhard Marx

Marx ist Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz und außerdem Erzbischof von München und Freising. 

Was ist passiert?

Das Landeskabinett in Bayern hatte beschlossen, dass ab dem 1. Juni dieses Jahres in jeder staatlichen Behörde ein Kreuz hängen soll. Das Kreuz solle "Ausdruck der geschichtlichen und kulturellen Prägung Bayerns" sein. (bento)

Was hat Kardinal Marx kritisiert?

In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung sagte Marx, dass derjenige, der das Kreuz nur als kulturelles Symbol sehe, es nicht verstanden habe. Dem Staat stehe nicht zu, zu erklären, was genau das Kreuz bedeute. 

Durch Söders Vorstoß sei nun "Spaltung" und "Unruhe" entstanden, so Marx.

Was halten die Deutschen von den Kreuzen in Behörden?

In einer Umfrage für die "Bild am Sonntag" gab eine Mehrheit von 64 Prozent an, dass sie dagegen seien, Kreuze in staatlichen Behörden aufzuhängen. Nur 29 Prozent wollten die Kreuze in den Behörden. 

Sogar unter den Katholiken findet sich für den Kreuz-Erlass keine Mehrheit: 48 Prozent sind dagegen, 38 Prozent dafür. Konfessionslose und Menschen, die weder katholisch noch evangelisch sind, lehnen die Kreuz-Pflicht mit einer Mehrheit von 87 Prozent ab. (SPIEGEL ONLINE)

Die Petition einiger Studenten gegen den Kreuz-Zwang an ihren Unis wurde bereits von mehr als 40.000 Menschen unterzeichnet. 


Musik

Briten wollen "American Idiot" zurück in die Charts holen – pünktlich zum Trump-Besuch
Green Day hat sicher nichts dagegen.

Der US-Präsident besucht das Vereinigte Königreich: Mehrmals wollte Donald Trump bereits nach London kommen, nun soll das endlich stattfinden. Es soll allerdings kein offizieller Staatsbesuch werden, sondern ein "working trip", ohne Bankett im Buckingham Palast. Im Zeitplan stehen dafür diverse Gespräche mit Theresa May. (Guardian)

Das gefällt natürlich nicht jedem: Eine Facebook-Seite möchte Donald Trump zu diesem Termin ganz daher besonders begrüßen. 

Unter dem Titel "Get American Idiot to No. 1 for Trump's State Visit" versucht die Seite "American Idiot" von Green Day wieder auf Platz 1 der Charts zu bringen.