Bild: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Was ist passiert?

Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Volksverhetzung gegen die beiden Rapper Kollegah und Farid Bang. Das teilte Behördensprecher Ralf Herrenbrück auf Anfrage mit. Die "Westdeutsche Zeitung" hat zuerst darüber berichtet.

Was wird genau ermittelt?

Es seien insgesamt zwei Strafanzeigen eingegangen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Nun werden die Lyrics der Deutsch-Rapper auf ihre strafrechtliche Relevanz überprüft. Geprüft würden nicht nur die Texte der letzten CD, sondern auch frühere Songs.

Warum ist das wichtig?

Die Verleihung des Musikpreises Echo an die beiden Musiker hatte für einen Skandal gesorgt, der schließlich zur Abschaffung des Preises führte. Sie bekamen den Preis für das Album "Jung, Brutal, Gutaussehend 3“. Auf dem Album finden sich unter anderem folgende zwei Zeilen, die nach Ansicht der Kritiker das Leid der Holocaust-Opfer verächtlich machen:

  • "Mache wieder mal 'nen Holocaust, komm' an mit dem Molotow"
  • "Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen."

Mit Material von dpa


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Asylbewerber verhinderten Abschiebung, Polizei schnappt gesuchten Togolesen
Die Flüchtlinge hatten der Polizei gedroht und sich zunächst durchgesetzt.

Was ist passiert?

Vier Tage nachdem mehr als hundert Asylbewerber die Abschiebung eines 23-jährigen Togolesen verhindert haben, hat die Polizei in der betroffenen Flüchtlingsunterkunft im baden-württembergischen Ellwangen mehrere Männer in Gewahrsam genommen. Darunter ist auch der 23 Jahre alten Asylsuchende aus Togo. Das berichten Reuters und die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf die Polizei. Er wurde demnach in der Unterkunft in seinem Zimmer angetroffen.

Der Togolese und 17 weitere Bewohner, die nach Polizeiangaben in der Vergangenheit wiederholt als Unruhestifter aufgefallen waren, sollen in andere Flüchtlingsunterkünfte verlegt werden. Der Togolese selbst soll anschließend nach dem sogenannten Dublin-Abkommen nach Italien gebracht werden. Das Abkommen sieht vor, dass Geflüchtete dort Asyl beantragen müssen, wo sie die Europäische Union zuerst betreten haben.