Bild: Bernd Oertwig/Iak/Internationales Auschwitz Komitee
Und einfach mal geschwiegen.

Die Rapper Kollegah und Farid Bang fanden Zeilen über den Holocaust einst ziemlich witzig. Ihr Körper sei "definierter als von Auschwitz-Insassen", sangen sie. 

Als beide im April mit dem Echo ausgezeichnet wurden, gab es dafür viel Kritik: Wer solch antisemitische Songs rappt, sollte dafür weder belohnt werden noch als Vorbild präsentiert werden. Der Preis wurde eingestellt, viele andere Sänger gaben Ihren Echo aus Protest zurück. (bento)

Jetzt haben Kollegah und Farid Bang ein bisschen Aufarbeitung geleistet – und das ehemalige Konzentrationslager in Auschwitz besucht.

Beide waren einer Einladung des Internationalen Auschwitz-Komitees gefolgt (bento). Das Treffen war nicht öffentlich, beide sollten sich in Ruhe Zeit für den Besuch nehmen.

An der "Todeswand" am Block 11 in dem früheren, deutschen Konzentrationslager im besetzten Polen legten die Musiker nach Angaben des Komitees zu Ehren der Ermordeten Blumen nieder. Bei ihrem Rundgang im Vernichtungslager Birkenau trafen sie junge Deutsche und Polen, die sich derzeit dort für den Erhalt der Gedenkstätte engagieren. 

(Bild: Bernd Oertwig/Iak/Internationales Auschwitz Komitee)

Christoph Heubner, Vizepräsident des Auschwitz-Komitees, hatte die Rapper beim Rundgang begleitet. Und zeigte sich zufrieden:

"Für die Auschwitz-Überlebenden ist der Besuch der Rapper eine Genugtuung und auch eine Geste an ihre jungen Fans, dass Hass, Menschenverachtung und Antisemitismus in keiner Kunst einen Platz haben sollten."

Es sei gut, dass Kollegah und Farid Bang die Konfrontation und Begegnung mit der Geschichte von Auschwitz und mit sich selbst gesucht hätten, sagte Heubner. 

Die Rundgänge sowie der heutige Blick auf die jüdischen Menschen und alle Opfer, die in Auschwitz gequält und ermordet wurden, hätten offensichtlich vieles in der Welt der Musiker in ein völlig neues Licht gerückt.

Mit Material von dpa


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