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"Die Gäste sitzen hinten."

Junge Politiker sind eine seltene Spezies, wie es scheint. 80 Prozent der Abgeordneten im Bundestag sind älter als 39. Wie also umgehen mit dieser jungen unberechenbaren Minderheit, die manchmal so ganz andere Ideen einbringt? Beleidigen, degradieren, kleinreden? Das ist häufig die Lösung von alteingesessenen Vertretern in Parteien, Gremien und auch Medien.

Sie nennen die Jungen gern "Küken", "Praktikanten" und "Kiffer" – dabei machen sie schlicht ernst gemeinte Politik:

Trotzdem fragt Moderator Markus Lanz in seiner Talkshow den Juso-Chef Kevin Kühnert am Dienstagabend, ob er wohl alles, was er so tue, mit seinen Eltern abstimme. Kühnert ist 28 Jahre alt.

Kurz zuvor hatten wir die Erfahrungen von vier jungen Politikern unter dem Hashtag #diesejungenLeute geteilt – und nach weiteren Beispielen gefragt.

Knapp 24 Stunden später haben Hunderte unter dem Hahstag ihre persönlichen Erfahrungen geschildert, die Sätze aufgeschrieben, mit denen sie ausgebremst werden, nur weil sie jünger sind als die meisten anderen Personen im Raum.

Wir haben 14 besonders pointierte Tweets herausgesucht.

Sie zeigen, wie herablassend Unter-30-Jährige in der deutschen Politik oft behandelt werden – und dass es bei der derzeitigen Diskussion längst nicht mehr nur um Kevin Kühnert geht. 

Diskutieren, argumentieren, sich verteidigen = frech werden???
Immer schön kleinhalten den Nachwuchs:
Gehören Sie auch wirklich hier hin?
Man hätte es kaum für möglich gehalten:
Großeltern erzählen vom Krieg:
Wer ein Kind hat, ist fähiger? 
Rente – seid ihr wirklich sicher, dass wir überhaupt noch eine bekommen werden?
"Junges Mädchen"
Nur wer 10 Jahre dabei ist, hat was zu sagen?
Kaum zu glauben, aber wahr:
"In deinem Alter"
Geh du doch Party machen!
Weg mit diesem Wort!
Nein, meine Reden schreibt grundsätzlich meine Mutter!

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Musik

Chinas Medienbehörde verbannt Hip-Hop aus dem Staatsfernsehen

Chinesische Rap-Musik wird in China gerade erst populär. Doch bevor es richtig losgeht, ist schon alles wieder vorbei. Die zuständige Medienbehörde hat erlassen, dass im Staatsfernsehen nur noch Künstler gezeigt werden dürfen, die gewissen Regeln entsprechen. Dasselbe gilt auch für Schauspieler. (Time)

Hip-Hop ist zu vulgär, geschmacklos und obszön.

Gao Changli, der Direktor des chinesischen Staatsöffentlichkeitsamt, soll folgende Vorgaben für Fernsehauftritte gemacht haben:

  1. "Absolutely do not use actors whose heart and morality are not aligned with the party and whose morality is not noble
  2. Absolutely do not use actors who are tasteless, vulgar and obscene
  3. Absolutely do not use actors whose ideological level is low and have no class 
  4. Absolutely do not use actors with stains, scandals and problematic moral integrity"
Auch der chinesische Rapper PG One ist von diesem Reglement betroffen: