Bild: Getty Images/Donald Weber
Vermutlich wird man dort ab August legales Gras kaufen können.

Mit 56 zu 30 Stimmen und einer Enthaltung beschloss der kanadische Senat am Freitag den "Cannabis Act". Sechs Monate lange haben die Senatoren über den Gesetzesentwurf beraten, jetzt haben sie dafür gestimmt. Die Ergänzungen, die der Senat für das Gesetz beschlossen hat, müssen nun noch einmal vom Unterhaus des kanadischen Parlaments abgesegnet werden. Kanada wäre dann das erste G7-Land, das Marihuana legalisieren würde.  (BBC)

Marihuana zu legalisieren gehörte zu den Wahlversprechen von Justin Trudeau. Er hatte seinen Wählerinnen und Wählern versprochen, das entsprechende Gesetz bis Sommer 2018 durchzusetzen. 

Um das Gesetz durch den Senat zu kriegen, hatte Trudeau den besorgten Senatoren entsprechende Zusagen gemacht. Dabei handelte es sich vor allem um indigene Senatoren. Er hat ihnen versprochen, mehr Ressourcen für Organisationen zur Verfügung zu stellen, die sich um Indigene mit psychischen und Suchtkrankheiten kümmern. 

12 Wochen soll es etwa noch dauern, bis das legale Gras für den privaten Konsum gekauft werden kann. 

Medizinisches Marihuana ist schon seit 2001 in Kanada legal. Vor allem junge Kanadierinnen und Kanadier gehören zu den größten Marihuana-Konsumenten weltweit. Die Regierung hofft, dass durch die Legalisierung die Regulierung einfacher, die organisierte Kriminalität durch illegalen Handel eingeschränkt und die Justiz entlastet wird.


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Lenßen soll ein Penis-Problem lösen – so witzig reagieren die Leute

Erst kürzlich startete Ingo Lenßen – TV-Anwalt der Herzen – mit seiner Sendung "Lenßen Live" in die neue Staffel. Während der Sendung rufen Zuschauerinnen und Zuschauer an und berichten von ihren Rechtsproblemen. 

Ingo Lenßen berät sie, jedenfalls versucht er es. Denn die Probleme der Zuschauer sind zum Teil nämlich sehr merkwürdig. (bento)