Bild: dpa/Ulrich Perrey

Eisbären sind vom Aussterben bedroht. Durch den Klimawandel schmelzen die Pole – den Raubtieren bleibt weniger Lebensraum und weniger Jagdgrund. 

Doch trotz verschwindenden Meereises und kürzerer Winter soll es den Eisbären in der kanadischen Provinz Labrador nun wieder besser gehen. Ihre Zahl ist gestiegen. (The Guardian)

Dafür verantwortlich: Robben.

Mehr als 2.500 Eisbären sollen wieder in der Küstenregion, zu der auch die Provinzen Labrador und Québec gehören, leben.

"Als ich aufwuchs, war ein Eisbär wie eine mystische Kreatur, weil man ihn nicht oft gesehen hat", sagt Jim Goudie, Angestellter eines Nationalparks. "Jetzt sieht man sie überall." 

Biologen vermuten, dass der Grund dafür der Anstieg der Sattelrobbenpopulation sein könnte. Dadurch, dass sich die Robbenfischerei dem internationalen Druck beugen und die Robbenjagd beenden musste, konnten sich die Sattelrobben in Ruhe vermehren.

Wie hilft das den Eisbären?

Eisbären haben sich vorher überwiegend von Ringelrobben ernährt und sind jetzt auf Sattelrobben umgestiegen – die sollen "ein wahres Festmahl" sein. Außerdem scheinen sie auch besonders gesund zu sein, die kanadischen Eisbären zählen nämlich zu den gesündesten der Welt.

Das heißt: Weniger getötete Robben ist mehr Nahrung für die Bären. Der Mensch zieht sich zurück, die Natur erholt sich.


Musik

Kanye West "Ye": Neues Album und schon ein Meme
2 Jahre warten für 23 Minuten

2 Jahre warten für 23 Minuten. So lang ist das neue Album von Kanye West. Es heißt "Ye" und enthält sieben Tracks. Vorgestellt hat er es Medienvertretern und Freunden auf einer exklusiven Party in Jackson, einer Kleinstadt in Wyoming. Boxentürme am Lagerfeuer, die Rocky Mountains im Hintergrund, praktisch Wilder Westen. Für alle, die nicht eingeladen waren, gab es einen Livestream und Merchandise, etwa ein T-Shirt für 145 Dollar.