Ihre Geschichte in drei Zitaten

Jess Wades ist britische Forscherin. Sie arbeitet in der Physik. Also in einem wissenschaftlichen Bereich, der von Männern dominiert wird. 

Doch Jess Wades hat eine Mission: Sie schreibt Frauen, die Großes in der Wissenschaft erreicht haben, einen Wikipedia-Eintrag. 270 hat sie schon. (The Guardian

Manchmal schreibt sie einen am Tag, manchmal drei.

Wikipedia ist eine tolle Art, Leute in diese Aktion einzubeziehen. Denn je mehr man über diese sensationellen Frauen liest, desto mehr wird man von ihren persönlichen Geschichten motiviert und inspiriert.​

Zum Beispiel diesen Eintrag hat sie geschrieben:

Oder den:

Die Mutter von Wades ist Wissenschaftlerin, der Vater Wissenschaftler. Die Liebe zum Forschen hat sie sehr früh entwickelt. Im Studium hat sie aber gemerkt, dass Frauen in der Forschung leider noch oft die Ausnahme sind.

Wades fühlte sich isoliert – und wollte handeln. Also begann sie, Reden an Schulen zu halten, sich sozial dafür zu engagieren, Frauen für die Wissenschaft zu ermutigen. 

Die offiziellen Kampagnen empfindet sie als zu negativ.

Vor allem die Europäische Kommission mit ihrem "Science: it's a girl thing!"-Video fand sie besonders daneben. Drei junge Frauen laufen darin auf einem Laufsteg und dekodieren die chemische Zusammensetzung von Nagellack und Lippenstift.

Keine dieser Initiativen funktioniert. Sie sind so unwissenschaftlich, und das überrascht mich am meisten.

Wade stellte fest, dass es am meisten hilft, wenn sie einfach mit Eltern und Lehrerinnen und Lehrern spricht. Wenn sie sich eben nicht nur an Schülerinnen und Schüler richtet. 

Wikipedia wiederum ist für alle zugänglich, und es prägt auch die Wahrnehmung

Ich will die Wissenschaft für jeden zu einem besseren Ort machen. Und das passiert, wenn wir die Errungenschaften von diesen wundervollen Frauen anerkennen.

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"Ihr könnt uns berühren, ihr könnt uns küssen, ihr könnt uns lieben."

Gestern hat die fünftägige Internationale Aids-Konferenz in Amsterdam begonnen. Eröffnet wurde sie mit einer emotionalen Rede der österreichischen Sängerin Conchita Wurst. Die 29-Jährige sprach über die Krankheit selbst, aber insbesondere über die Vorurteile, mit denen Betroffene weltweit zu kämpfen haben. 

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