Bild: dpa/Gregor Fischer
Diese SPD-Kollegin hat ihm Druck gemacht.

Das Thema Abtreibung spaltet die Große Koalition: Die CDU ist gegen eine Änderung des umstrittenen Paragrafen 219a, Teile der SPD wollen hingegen genau das. 

Der Paragraf verbietet Ärzten, auf ihren Webseiten über Abtreibungen zu informieren – Kritiker sehen das als Werbung für den Eingriff, andere fürchten, Frauen werden so mit dieser wichtigen Entscheidung allein gelassen.

Nun könnte doch Bewegung in die Diskussion um 219a kommen, ausgerechnet durch einen der schärfsten Kritiker: Gesundheitsminister Jens Spahn.

Der CDU-Politiker hatte die Befürworter für die Abschaffung von 219a zunächst mit Tierschützern verglichen – ihnen wäre das Wohl eines Tieres wichtiger als das eines ungeborenen Lebens.

Nun lenkt er in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" ein. Ein bisschen. Zwar will er am Paragrafen nichts ändern –  aber falls es ein "berechtigtes, bisher noch nicht abgedecktes Bedürfnis nach objektiven Informationen" für Frauen geben sollte, "werden wir gemeinsam nach Lösungen suchen". 

Er wolle auch mit Ärzten und Beratungsstellen reden. Denkbar wäre laut Spahn, dass Werbung für Abtreibung verboten bleibe, neutrale Information aber erlaubt werde. 

Es ist genau das, was viele Frauen bisher gefordert haben. 

Eine der schärfsten Gegnerinnen von Spahn: die neue Familienministerin Franziska Giffey.

Die SPD-Politikerin hat in einem Interview mit der "Bild am Sonntag" angekündigt, dass der Streit um 219a noch lange nicht entschieden sei. Es dürfe nicht passieren, dass Frauen stigmatisiert werden: "Das Recht auf Information, nicht auf Werbung, ist elementar." Entsprechend müsse der Paragraf modernisiert werden.

Wenn Frauen in so einer schwierigen Situation sind —und das ist eine extreme Ausnahmesituation — dann brauchen sie Beratung, Information und Unterstützung. Das darf man ihnen nicht verwehren.
Franziska Giffey

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"Ich sollte dir den Hintern versohlen" – Pornostar Stormy Daniels spricht über ihre Affäre mit Trump
Im Interview mit "60 Minutes" bricht sie das Schweigen.

Sie saßen in seiner Hotelsuite und Donald Trump sprach über sein Lieblingsthema: sich selbst. Ein Bild von ihm war gerade auf einem Magazincover erschienen. Er zeigte es der jungen Frau neben ihm, es war 2006 und sie Ende 20, Pornostar. Sie sagte: "Hat das jemals funktioniert? Nur über dich zu reden? Ich sollte dir mit diesem Magazin den Hintern versohlen."

So erzählt es Stormy Daniels, im echten Leben Stephanie Clifford. Sie ist heute 39 Jahre alt, Pornodarstellerin aus den USA. Ihr Name ist aber mittlerweile auch über die Erotikbranche hinweg bekannt, denn Clifford hat den US-Präsidenten verklagt. (bento)