Bild: dpa/Hani Al-Ansi
Im Jemenkrieg sind in den vergangenen drei Jahren bereits mehr als 5000 Kinder getötet worden. Die Leben weiterer Hunderttausend sind bedroht.

Davor warnt jetzt das Uno-Kinderhilfswerk Unicef. In einem neuen Bericht hat sich Unicef die Lage der Kinder in dem Bürgerkriegsland angeschaut. Es sind traurige Zahlen.

  • 25.000 Babys würden pro Jahr nach der Geburt oder in den ersten Lebensmonaten sterben.
  • 400.000 Kinder seien stark unterernährt und würden ums Überleben kämpfen. 
  • Knapp zwei Millionen Kinder würden nicht mehr zur Schule gehen. 
  • Ein Drittel davon sei seit Ausbruch des Krieges vor knapp drei Jahren nicht mehr zum Unterricht gekommen.
  • Insgesamt seien mehr als drei Millionen Kinder in den Konflikt hineingeboren worden. 

Die Jemen-Beauftragte von Unicef, Meritxell Relano, sagt:

Im Jemen wächst eine ganze Generation heran, die nichts anderes als Gewalt kennt.

In dem Land im Süden der Arabischen Halbinsel tobt seit Anfang 2015 ein Bürgerkrieg. Saudi-Arabien und Iran führen dort einen Stellvertreterkrieg. Eine Blockade verhindert, dass Medizin und Lebensmittel ins Land gelangen. Viele Menschen sind von der Außenwelt komplett abgeschnitten. 

Laut der Uno droht dem Jemen die größte Hungerkatastrophe der Welt, schlimmer noch als in vielen afrikanischen und asiatischen Ländern (bento)

Die Blockade hat nicht nur für Kinder verheerende Folgen. Die akute Hungersnot und das Fehlen von Medikamenten bedroht alle:
In den vergangenen drei Monaten wurden mehr als 360.000 Cholera-Verdachtsfälle registriert – und fast 2000 Todesfälle. (Oxfam)
Mehr als 20 Millionen Menschen im Jemen brauchen dringend Hilfe, darunter zehn Millionen Kinder (Save the Children).
Insgesamt sind sieben Millionen Jemeniten von einer akuten Hungersnot bedroht.
Etwa 5000 Kinder sind im Krieg bereits ums Leben gekommen, alle zehn Minuten stirbt laut der Uno ein Kind unter 5 Jahren.
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Was geht uns das an?

Politiker sprechen oft davon, "Fluchtursachen" bekämpfen zu wollen – also Menschen in Not dort zu helfen, wo sie leben. Im Jemen geschieht nun eine der größten Tragödien unserer Zeit.

Die Menschen haben aber kaum die Möglichkeit, auf ihr Schicksal aufmerksam zu machen: Wenige können wegen der Blockade fliehen, auch sonst ist der Jemen nur von Wüste und Wasser umgeben. Und im Netz gibt es auch kaum Aktivisten; das Land ist zu zerstört, um über Social Media oder andere Kampagnen für Aufmerksamkeit zu sorgen.

Saudi-Arabien und Iran können diesen Krieg jeweils nicht gewinnen – wollen ihn aber auch nicht verlieren. Die Blockaden und Bombardements werden also weitergehen, auch mit deutscher Hilfe:


Streaming

Nintendos neuste Konsole ist eine Pappschachtel
Und das ist gar nicht mal so dumm.

Nintendo ist jetzt aus Pappe. Das Unternehmen stellt eigentlich Konsolen her, mit denen man Videospiele zocken kann. Nun gibt es einen Baukasten mit Pappe, Schnur und Gummibändern. Je nach Anleitung können die Teile zu unterschiedlichen Objekten zusammengefaltet oder -gesteckt werden – in eine Angel, ein Klavier oder ein Auto zum Beispiel.

Der Baukasten heißt Labo – Nintendo will damit eine ganz neue Art des Spielens ermöglichen.

Das neue System wurde am Mittwoch vorgestellt. Es ist keine eigenständige Konsole, sondern eine Ergänzung für die Switch (Nintendo). Das heißt: Spieler brauchen immer noch eine digitale Konsole, mit den Pappstücken können sie sich aber Zubehör drum herum basteln.