Bild: dpa/Hani Al-Ansi
"Ärzte ohne Grenzen" schließt bereits seine Kliniken

Im Jemen herrscht seit bald drei Jahren Krieg – vor allem geführt vom mächtigen Saudi-Arabien. Im Land fehlt es an Medizin und Lebensmitteln, Krankenhäuser sind zerstört, Seuchen brechen aus. 

Im Sommer warnten Mediziner: Eine Cholera-Epidemie rafft die Menschen dahin, Hilfe erreicht sie kaum. Seit April haben sich mehr als 884.000 Menschen angesteckt, mehr als 2000 Erkrankte sind bereits gestorben. (bento)

Nun gibt es endlich eine gute Nachricht: Die Epidemie scheint sich nicht weiter zu verbreiten.
  • Laut der Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" ist der Cholera-Ausbruch zwar noch nicht vorbei, aber die Zahl der Neuinfizierten gehe zurück. (BBC)
  • Knapp 600 Neu-Infizierte seien in der vergangenen Woche behandelt worden – im Vergleich zu mehr als 11.000 Neu-Infizierten im April. 
  • Erste Hilfskliniken habe die NGO bereits wieder geschlossen. 
So steht es um die Menschen im Jemen:
In den vergangenen drei Monaten wurden mehr als 360.000 Cholera-Verdachtsfälle registriert – und fast 2000 Todesfälle. (Oxfam)
Mehr als 20 Millionen Menschen im Jemen brauchen dringend Hilfe, darunter zehn Millionen Kinder (Save the Children).
Insgesamt sind sieben Millionen Jemeniten von einer akuten Hungersnot bedroht.
Etwa 5000 Kinder sind im Krieg bereits ums Leben gekommen, alle zehn Minuten stirbt laut der Uno ein Kind unter 5 Jahren.
1/12

Der Konflikt wird vor allem vom saudischen Verteidigungsminister Mohammed bin Salman – genannt MbS – am Laufen gehalten. Dieser plant für sein Heimatland eine Runderneuerung und Öffnung, gibt sich aber außenpolitisch als Populist.

Hier kannst du mehr über MbS erfahren:


Today

8 Tote nach Terroranschlag in New York
Was wir wissen – und was nicht.

New York ist von einem schweren Terroranschlag erschüttert worden. Am Dienstag gegen 15 Uhr Ortszeit lenkte ein 29-jähriger Mann ein Fahrzeug auf einen Rad- und Fußgängerweg in Manhattan und überfuhr dabei mehrere Menschen. 

Mindestens acht Personen kamen ums Leben, mindestens elf weitere Menschen wurden verletzt – teilweise schwer. Die Behörden sprechen von einem "Terrorakt". (New York Times)