Und der Spendenaufruf läuft noch.

Sechs Tage lang musste das deutsche Rettungsschiff "Lifeline" im Mittelmeer ausharren – jetzt steht der Kapitän dafür in Malta vor Gericht. Malta wirft der "Lifeline"-Crew vor, ihr Rettungsschiff nicht ordentlich registriert und Anweisungen nicht befolgt zu haben. (bento)

Nun setzt sich Jan Böhmermann für das Team ein – und hat in nur 3 Tagen mehr als 90.000 Euro für ihre Rechtshilfe gesammelt.

Böhmermann hatte via YouTube dazu aufgerufen, für die Crew zu spenden. 

Das war zuvor geschehen:

Das 17-köpfige "Lifeline"-Team war mit 230 Flüchtlingen im Mittelmeer unterwegs, Italien und andere EU-Länder wollten dem Rettungsschiff jedoch keinen sicheren Hafen bieten. 

Schließlich durften sie vergangenen Mittwoch in Malta anlaufen. Doch dann ging der Ärger für Kapitän Claus-Peter Reisch los: Er muss sich nun dafür rechtfertigen, Flüchtlinge gerettet zu haben. Am Montag begann der Prozess.

Damit die Crew damit nicht allein ist, schickte Böhmermann diese Botschaft:

Auf der Plattform leetchi richtete der Satiriker bereits am Freitag ein Spendenkonto an. 

Über das Wochenende sind bis Montagmittag bereits mehr als 91.000 Euro zusammengekommen. 

In den Kommentaren bedanken sich Hunderte Nutzerinnen und Nutzer für die Idee – und spenden mal 5, mal 10, mal 20 Euro.

Böhmermann sagt im Video, dass er die Flüchtlingsretter von "Lifeline" nicht persönlich kennt, aber einfach seinen Einfluss als Promi nutzen wollte, um Gutes zu tun.

Handeln: Ja! Aber am besten mit Rechtsanwälten!
Jan Böhmermann

Gekoppelt ist die Aktion an die Initiative "Seebrücke", ein neuer Verein, der sich ebenfalls für Flüchtlinge engagieren will. Am Freitag hatten die Aktivisten hinter der "Seebrücke" – darunter Schauspieler Jan-Josef Liefers – eine gefälschte Seite des Innenministeriums ins Netz gestellt und Horst Seehofer so kurz zum Menschenfreund gemacht.

Die "Lifeline"-Crew hat sich zu der Spendenaktion noch nicht direkt geäußert, teilte auf Twitter aber Böhmermanns Aktion. Außerdem hat sie hier einen eigenen Spendenaufruf gestartet, bei dem ebenfalls bereits mehr als 40.000 Euro zusammenkamen.

Kapitän Claus-Peter Reisch verteidigte sich derweil am Montag bereits vor Gericht in Malta. Anschuldigungen, nicht mit Behörden kooperiert zu haben, wies er zurück:

Unsere Mission hat 234 Menschen gerettet, und ich bin mir keiner Schuld bewusst.
"Lifeline"-Kapitän Claus-Peter Reisch

Stattdessen ging Reisch die Staatschefs der Europäischen Union an: Sie würden das Sterben von Menschen aus politischen Gründen in Kauf nehmen.


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