Bild: dpa/Bernd Wtneck
Es geht um Tausende Menschenleben – vier Fragen und Antworten zum Einsatz.

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Was ist neu?

Italien nimmt wieder Schiffe der EU-Marinemission "Sophia" mit aus dem Meer geretteten Flüchtlingen auf. Zumindest für eine Übergangszeit von fünf Wochen. Bis dahin solle die Mission neu ausgerichtet werden, sagte der italienische Außenminister Enzo Moavero Milanesi am Montag nach einem Treffen mit Bundesaußenminister Heiko Maas in Berlin. Zuvor hatte die EU die Schiffe angewiesen, sich aus dem Einsatzgebiet zurückzuziehen und in Häfen einzulaufen. (bento)

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Warum hatte Italien die Häfen gesperrt?

In der italienischen Regierung sitzen die Fremdenfeinde um Innenminister Matteo Salvini. Seine Lega Nord hatte mit Flüchtlingsfeindlichen Parolen bei den Wahlen großen Erfolg. Seitdem tut Italien alles dafür, um möglichst gar keine Schiffe mit Flüchtlinge an Bord aufzunehmen. Erst galt das für die Schiffe der privaten Seenotretter, zwischenzeitlich auch für die Schiffe der EU-Mission.

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Wie haben die Europäer die Italiener überzeugen können?

Sie sagten Italien zu, in den nächsten fünf Wochen eine neue Strategie zum Umgang mit bei dem Einsatz geretteten Migranten zu vereinbaren. Italien fordert, dass auch andere EU-Länder Geflüchtete aufnehmen. Ähnliches hatte Rom bereits bei einem EU-Gipfel Ende Juni verlangt. Italien führt die Operation "Sophia"; allerdings argumentieren die Italiener, dass in den Regeln für die Mission nicht festgelegt sei, dass nur Italien die Geflüchteten aufnehmen muss (SPIEGEL ONLINE). Den Einsatz stellt sie aber offenbar nicht grundsätzlich in Frage.

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Was ist das Ziel von "Sophia"?

  • Die Marine-Mission der EU zwischen der italienischen und der libyschen Küste läuft seit 2015.
  • Die Schiffe sollen in erster Linie Schleuser im Mittelmeer überführen. Außerdem soll auch die libysche Küstenwache ausgebildet und das Waffenembargo der Vereinten Nationen vor Libyen überwacht werden.
  • Der Gedanke dahinter: Wenn das Geschäft der Menschenschmuggler zerstört wird, würden sich weniger Menschen auf den Weg nach Europa machen und auch weniger Menschen sterben. Das jedenfalls ist die Hoffnung der EU. Derzeit kommen zwar immer weniger Flüchtlinge übers Mittelmeer, aber es sterben mehr als zuvor.
  • Die Konsequenz: Im Mittelmeer drohen immer wieder geflüchtete Menschen zu ertrinken. Deswegen nehmen EU-Schiffe auch immer wieder Flüchtlinge auf, die in Seenot geraten sind. Insgesamt wurden mit der Operation "Sophia" nach Angaben der Bundeswehr mehr als 49.000 Menschen aus Seenot gerettet.

Mit Material von dpa


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