Die Eltern haben gewonnen.

In einigen Ländern gibt es eine sehr veraltete Verordnung: Kinder müssen einen eindeutig geschlechtsspezifischen Namen tragen. Bei Anna, Veronica oder Francesco ist alles klar – eindeutig Junge oder Mädchen. Bei "Blu" liegt der Fall anders – zumindest für ein italienisches Gericht. Das wollte die Eltern Luca und Vittoria dazu zwingen, ihre anderthalb Jahre alte Tochter umzubenennen – weil der Name "Blu" nicht weiblich genug war.  

Dabei gab es, seit ihre Tochter auf der Welt ist, nie Probleme mit dem Namen, erzählten die Eltern der italienischen Zeitung Il Giorno. Und sowieso: Sie heiße in allen amtlichen Dokumenten so, alle Familienmitglieder würden sie "Blu" nennen. 

Eine Umbenennung? Viel Aufwand, und vor allem: Sie hätten sich bei dem Namen ja etwas gedacht, ihn absichtlich ausgewählt: 

Er kürzt die drei italienischen Wörter "bella, luminosa, unica" ab, zu deutsch: "schön, leuchtend, einzigartig" – wie ihre Tochter.

Woran sich das Gericht aber – aufgrund der alten Verordnung – störte: 

"Wenn man bedenkt, dass der Name an die Farbe angelehnt ist, und daher nicht eindeutig gesagt werden kann, ob es sich um eine weibliche Person handelt, muss er korrigiert werden, indem ein anderer, von den Eltern ausgewählter und eindeutig weiblicher Name hinzugefügt wird." 

So steht es der Zeitung zufolge im Gerichtsschreiben an die Eltern. 

Bis vergangenen Donnerstag hätten Luca und Vittoria dem Gericht deshalb einen zusätzlichen Namen vorschlagen müssen, ansonsten hätte es womöglich sogar selbst einen zweiten Namen ausgesucht

Die Eltern wollten das nicht hinnehmen, informierten sich und stellten fest: In Italien gibt es jedes Jahr einige Mädchen, die mit dem Namen "Blu" ins Geburtenregister eingetragen werden. 

Und tatsächlich – die Verhandlung lief gut für Luca und Vittoria. Das Gericht war überzeugt. "Blu" darf genauso weiter heißen, ohne ein zusätzliches "Veronica" oder "Anna". 

"Ich bin sehr glücklich mit dieser Entscheidung", sagte der Vater nach der Anhörung der der Zeitung Il Giorno

Sie hätten ihre Tochter zwar auch weiterhin in der Familie Blu genannt, aber pro Forma einen Zweitnamen hinzufügen müssen, was mit einigem bürokratischem Aufwand verbunden gewesen wäre. "So ist es sicherlich besser für uns." 

Und Luca hat noch einen Aufruf an alle werdenden Mütter und Väter: 

"Nennt alle eure Kinder 'Blu'!"

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