Bild: Getty Images

Wie schließt man die Lohnlücke zwischen Mann und Frau? 

Indem man sie einfach für illegal erklärt. 

Genau das hat Island nun gemacht – und als erstes Land der Welt ein Gesetz eingeführt, das Lohndiskriminierung aufgrund des Geschlechts verbietet. Unternehmen mit mehr als 25 Mitarbeiten müssen künftig nachweisen, dass sie ihren Angestellten unabhängig vom Geschlecht das Gleiche bezahlen. 

Vorgestellt wurde das Gesetz bereits im vergangenen Jahr am Weltfrauentag:

Nun ist das Gesetz für Lohngerechtigkeit endlich in Kraft getreten.

Darum geht's:

Frauen verdienen in vielen Berufen weniger als Männer – bei gleicher Arbeit. Die Diskriminierung wird "Gender Pay Gap" genannt – also "Geschlechterlohnlücke". Island hofft, mit dem neuen Gesetz bis 2022 vollständige Lohngleichheit herzustellen. 

"Die Zeit ist reif, um mal etwas Radikales in diese Richtung zu unternehmen", hatte der isländische Sozialminister Thorsteinn Viglundsson damals bei der Vorstellung des Gesetzes gesagt. Kurze Zeit später wurde es im Parlament angenommen. 

Aktuell verdienen Frauen in Island im Schnitt noch 14 bis 19 Prozent weniger als Männer. Trotzdem liegt das Land im Gleichstellungsbericht des Weltwirtschaftsforums bereits im weltweiten Ranking auf Platz 1 (bento). Und zwar zum mittlerweile neunten Mal in Folge. 

Mit dem neuen Gesetz will Island nun Lohngerechtigkeit noch besser durchsetzen.

In Deutschland bekommen Frauen übrigens im Schnitt 21 Prozent weniger Gehalt als Männer. Hier erfährst du mehr:


Gerechtigkeit

"Mein Atomknopf ist größer": Trump reagiert auf Drohung aus Nordkorea

Der Atomstreit zwischen Nordkorea und den USA geht in die nächste Runde. Erst hatte Nordkoreas Diktator Kim Jong Un mit neuer Gewalt gedroht: Die Atomwaffen Nordkoreas könnten die USA erreichen, sagte er in seiner Neujahrsansprache. (bento)

Nun reagierte US-Präsident Donald Trump, wie gewohnt via Twitter: Sein Atomwaffenknopf sei "viel größer und mächtiger".

Diesen Tweet veröffentlichte Trump: