"Das Verhalten des Regimes wird sich nicht ändern – also müssen wir das Regime ändern"

Donald Trump hat mit dem Iran Schluss gemacht. Am Dienstag verkündete der US-Präsident, Sanktionen gegen das iranische Regime nicht länger auszusetzen. (bento)

Trump hat damit den 2015 gestarteten Atomdeals zwischen Iran und mehreren westlichen Staaten einseitig gebrochen. Und das, obwohl viele Experten, Vertraute und andere Staatschefs ihn vom Gegenteil überzeugen wollten.

Am Ende hörte Trump wohl vor allem auf einen – und der will im Iran nichts anderes als den nächsten Krieg.

Der Mann, der maßgeblich für Trumps Entscheidung gewesen sein dürfte, heißt John Bolton. Erst seit einem Monat ist er Trumps neuer Sicherheitsberater, in Washington gilt er als erzkonservativer Hardliner. (bento)

Was Bolton vom Atomdeal mit dem Iran hält – und wie man mit dem dortigen Regime umgehen sollte – skizzierte er bereits in einer Rede im vergangenen Jahr. Vor einer nicht ungefährlichen Gruppe iranischer Oppositioneller sagte er in Paris das:

Das Wichtigste sagt Bolton am Ende seiner Rede:

"Ich habe seit mehr als zehn Jahren gesagt, dass das erklärte Ziel der USA sein sollte, das Mullah-Regime in Iran zu stürzen. Das Verhalten des Regimes wird sich nicht ändern – also müssen wir das Regime ändern. Und deshalb, noch vor 2019, werden wir hier in Teheran feiern."

Bolton will also die iranische Regierung stürzen, binnen eines Jahres. Wie er sich das vorstellt, hat er bereits in einem Essay für die "New York Times" deutlich gemacht. Er heißt: "Um Irans Bombe zu stoppen, muss man Iran bomben".

In Trumps Begründung, den Atomdeal zu brechen, klingt nun Boltons Entschlossenheit mit. 

Mehrmals betont auch Trump, wie "schrecklich" das Regime sei und dass es für den Terror auf der Welt verantwortlich zeichne. Sein Sicherheitsberater war zwischen den Zeilen deutlich zu hören. (Hier ist Trumps Rede zum Nachschauen)

Was die Sache gefährlich macht: Trumps Hardliner organisiert seinen gewünschten Iran-Umsturz mit einer Gruppe ehemaliger Terroristen. 

Die Rede in Paris hielt er vor den Modschahedin-e Chalgh, auf deutsch: Volksmudschahidin

  • Hinter der Gruppe verbirgt sich eine linksmilitante Organisation
  • Ihr Ziel ist der Sturz der iranischen Regierung, in der Vergangenheit haben sie auch US-Bürger entführt und getötet. 
  • Die Exiliranerin Maryam Rajavi leitet die Gruppe von Paris aus.
  • Abspaltungen der Gruppe demonstrieren auch in deutschen Städten regelmäßig gegen das Regime. (Verfassungsschutz Brandenburg)

In Europa werden die Volksmudschahidin aufgrund ihrer Taten als Terrororganisation eingestuft. In den USA war das bis vor einigen Jahren ebenfalls der Fall, 2012 wurden die Oppositionellen jedoch wieder von der Liste gestrichen. (New York Times

Die Mudschahidin geben sich heute als liberale Lobbygruppe – und zahlen Politikern viel Geld, um auf ihren Podien zu reden. Bolton ist einer davon. (The Intercept


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