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Kaum eine Woche vergeht ohne Massenschießerei.
Was ist passiert?

Ein 26-Jähriger hat auf dem Gelände des Umpqua Community College in Oregon neun Menschen erschossen und mindestens sieben verletzt. Anschließend starb er bei einem Schusswechsel mit der Polizei.

Direkt nach der Tat forderte US-Präsident Barack Obama erneut ein schärferes Waffengesetz.

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Die Berichte sind Routine. Meine Reaktion, hier oben auf dem Podium, wird zur Routine.
Barack Obama
Kaum eine Woche vergeht in den USA ohne Massenschießerei.


Die Zahlen sind erschreckend: In der zweiten Amtszeit von Barack Obama ist keine volle Kalenderwoche ohne eine Massenschießerei vergangen. Gezählt werden alle Vorfälle mit vier oder mehr Toten. Unter shootingtracker.com sind alle Massenschießereien verzeichnet, allein 2015 gab es demnach bereits 294.

In den USA werden 15 Mal so viele Menschen mit einer Waffe getötet wie in Deutschland - sogar bezogen auf die Bevölkerungszahl.
Weltweit gehören fast die Hälfte aller Waffen im Privatbesitz Amerikanern.
Je mehr Waffen, desto mehr Tote durch Schießereien. Der Zusammenhang ist belegt.
Nicht alle Amerikaner sind gegen striktere Gesetze

Nach einer Schießerei mit vielen Toten wiederholt sich in den USA das immer gleiche Spiel, schreibt die "Huffington Post": Waffengegner fordern strengere Gesetze, die öffentliche Meinung ist kurzzeitig auf ihrer Seite, dann ändert sich wieder doch nichts. Obwohl es, je nach Umfrage, eine Mehrheit für striktere Gesetze gibt: Bisher hat der Kongress den Streit mit der Waffenlobby immer gescheut.

Und jetzt?