Hillary Clinton könnte schon bald die mächtigste Frau der Welt sein – wenn sie die US-Präsidentschaftswahl gewinnt. Schon jetzt gehört sie zu den bekanntesten und erfolgreichsten Politikerinnen in den USA. Und hat doch ein Imageproblem: Donald Trump nennt sie "Crooked Hillary", berechnende Hillary, viele Amerikaner sehen sie als kühl, distanziert, unemotional.

In einem ungewöhnlich persönlichem Interview mit dem Fotografen Brandon Stanton vom Blog Humans of New York sprach sie nun über ihre Rolle als Frau in der Politik. Und was der Druck, eine öffentliche Person zu sein, mit ihr macht. Vor allem der Aufstieg als Frau sei schwierig gewesen: "Als junge Frau musste ich lernen, meine Gefühle zu kontrollieren. Und das war ein harter Weg. Man muss sich selbst beschützen, beständig bleiben und möchte gleichzeitig nicht verschlossen wirken."

Ihre wichtigsten Sätze aus dem Interview:
ÜBER IHRE AUFNAHME IN HARVARD: "Ich war eine der wenigen Frauen im Raum. Ich war nervös, wusste nicht, wie gut ich abschneiden würde. Eine Gruppe von Männern begann, solche Sätze zu rufen: ‘Du musst hier nicht sein.'
"'Es gibt genügend andere Dinge, die du tun kannst' oder 'Wenn du mir den Platz wegnimmst, werde ich eingezogen und sterbe im Vietnam.' Es wurde sehr persönlich, aber ich konnte nicht antworten."
"Ich schaute einfach weiter auf den Boden, in der Hoffnung, dass der Prüfer bald kommt. Ich musste als junge Frau lernen, meine Emotionen zu kontrollieren. Das ist ein harter Weg."
ÜBER VORWÜRFE IHRER GEGNER: "Manchmal erwecke ich einen distanzierten Eindruck, das passiert, wenn ich Dinge ernst nehme und Verantwortung übernehme."
"Ich sehe mich selbst nicht als unemotional oder kalt. Aber wenn dass der Eindruck ist, denn ich manchmal vermittle, kann ich den Leuten nicht die Schuld geben, das zu denken."
ÜBER BARACK OBAMA UND IHREN MANN BILL: "Sie versuchen nicht jemand anderes zu sein, aber es ist harte Arbeit sich in der bestmöglichen Art darzustellen."
"Man muss auf eine Art kommunizieren, von der die Menschen sagen: 'Okay, ich verstehe sie.' Das ist für Frauen oft schwerer."
ÜBER POLITIK ALS SHOW: "Es ist wirklich witzig. Ich gehe zu diesen Events, auf denen Männer erst vor mir sprechen und sie schreien, dass wir die Wahl gewinnen müssen."
"Die Leute lieben es. Ich würde das auch gerne können, aber ich habe gelernt, nicht ganz so leidenschaftlich in meinem Auftreten zu sein."
"Ich liebe es mit den Armen zu rudern, aber offenbar ist das ein bisschen gruselig. Und ich kann nicht so viel schreien, dass kommt 'zu laut' oder 'zu schrill' rüber."
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Hier ist das komplette Interview zum Nachlesen:

“I was taking a law school admissions test in a big classroom at Harvard. My friend and I were some of the only women...

Posted by Humans of New York on Donnerstag, 8. September 2016
Und hier der zweite Teil:

“I’m not Barack Obama. I’m not Bill Clinton. Both of them carry themselves with a naturalness that is very appealing...

Posted by Humans of New York on Donnerstag, 8. September 2016

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