Bild: dpa/Axel Heimken
Die wichtigsten 3 Zitate

In den vergangenen Wochen konnte der Eindruck entstehen, dass die Große Koalition nur aus einem Mann besteht: Horst Seehofer. Der Innenminister und CSU-Chef hat seit Anfang Juni die Bundesrepublik mit der Frage beschäftigt, ob das Asylgesetz verschärft werden soll. 

Seehofer hat sich darüber mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zerstritten, am Ende gewonnen. Bei der abschließenden Vorstellung seines "Masterplans Migration" witzelte er vergangene Woche dann auch noch über 69 abgeschobene Afghanen. Kurz darauf beging einer davon in Kabul Suizid. (bento)

Die SPD blieb dabei relativ ruhig. Aber nun mischt sich Arbeitsminister Hubertus Heil ein – und kritisiert die deutsche Abschiebepraxis.

Der SPD-Politiker wirft den Bundesländern vor, oft gut integrierte Flüchtlinge abzuschieben. 

Er sagt:

Tatsächlich habe ich manchmal das Gefühl, dass die falschen Menschen Deutschland verlassen müssen.
Hubertus Heil

Die SPD habe in der vergangenen Wahlperiode durchgesetzt, dass junge Flüchtlinge, die in Ausbildung sind, diese abschließen und danach zwei weitere Jahre in Deutschland bleiben könnten. Dies werde in den Bundesländern aber unterschiedlich gehandhabt, sagte Heil der "Augsburger Allgemeinen"

Und griff vor allem Seehofers Heimat an:

Besonders schlecht läuft das im CSU-geführten Freistaat Bayern. Das ist ein Ärgernis für alle Unternehmen, die sich engagieren und investieren.

Insgesamt 51 der 69 vergangene Woche Abgeschobenen kamen aus Bayern. Laut bayerischem Innenministeriums waren darunter nur fünf Straftäter. Bei den meisten handelt es sich um junge Männer, die eine Ausbildung begonnen hatten, deutsch lernen, sich um Integration bemühen. (Augsburger Allgemeine)

Entsprechend wütend ist Heil über die Aktionen Seehofers:

Die CSU hat mit Verhaltensweisen, wie wir sie von Donald Trump erleben, noch viel mehr beschädigt, nämlich das Ansehen der Bundesregierung und der demokratischen Politik insgesamt.

Von einer Seite allerdings bekam Seehofer vergangene Woche Zuspruch:


Streaming

Hier ist der erste Trailer zur neuen Staffel "Doctor Who" mit Jodie Whittaker
3 Fakten zur 11. Staffel

Der Doctor ist zurück – und beginnt eine ganz besondere Reise. Zur elften Staffel "Doctor Who" übernimmt erstmals eine Frau die Rolle des außerirdischen Zeitreisenden. Die mittlerweile 13. Inkarnation wird von Jodie Whittaker gespielt.

"Doctor Who" ist eine Serie, die theoretisch niemals wirklich enden muss: Denn die Alien-Rasse der Timelords, von der der Doctor abstammt, stirbt nicht. Wird ein Timelord tödlich verletzt, regeneriert er sich. Das heißt, er bekommt ein neues Gesicht und eine neue Persönlichkeit, behält aber seine Erinnerungen. So kann man die Rolle immer neu besetzen.