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Er spricht vielen aus dem Herzen.
Ein guter Bayer kann auch aus Afrika sein.

Das schreibt der junge Bayer Jörg Brühmann in seinem emotionalen Facebook-Beitrag. Darin wendet er sich direkt an Innenminister Horst Seehofer, der mit seinen Aussagen zum Islam derzeit die Gemüter erhitzt. Brühmann hat mit seinem Post offenbar vielen Menschen aus dem Herzen gesprochen. Der Beitrag wurde bereits mehr als 2800 Mal geteilt.

Er schreibt: 

"Mein Bayern braucht keine Mauern und keine scharfen Grenzen. Keine Überwachung oder Geheimpolizei. In meinem Bayern glauben wir an ein freies Europa und suchen nicht den Schulterschluss mit Populisten. In meinem Bayern versuchen wir nicht, die AfD rechts zu überholen."

Sein Bayern sei das Land der "Bahnhofsklatscher und der Ehrenämtler". Ein Land, in dem man seine Heimat lieben könne, ohne die Heimat der anderen zu hassen.

Das Problem der Bayern sei nicht "der fußballspielende, ministrierende Senegalese, sondern der Politiker, der solche Sätze äußert", schreibt Brühmann und spricht sich gegen die von Seehofer geforderte Obergrenze für Geflüchtete aus. 

Sie, Herr Seehofer, sind nicht mein Bayern. Und ich schäme mich dafür, dass Leute in Deutschland denken, 'Sie waradn mia'.

Brühmanns Meinung: Kultur muss nicht konserviert werden.

Schließlich habe sie 1500 Jahre überlebt. Statt um die Kultur zu fürchten, solle man sie feiern und "jeden einladen, der sie mit uns feiern will." Denn nur so bleibe Bayern das, was es ist. "Ein Land in dem Tradition und Zukunft nebeneinander existieren können. Wo man viel von anderen lernen, aber nicht den anderen alles nachmachen muss."

Seehofer: Islam gehört nicht zu Deutschland

Der neue Innenminister hatte mit seiner Antwort auf einer Frage der Bild-Zeitung erneut die Diskussion darüber befeuert, ob der Islam zu Deutschland gehört. Nein, glaubt Seehofer. Deutschland sei "vom Christentum geprägt", sagte er, beteuerte aber, dass einzelne Muslime sehr wohl zu Deutschland gehören. (Die Details bei bento

Für diese Aussage wurde Seehofer hart kritisiert. Selbst die Kanzlerin stellte in ihrer Regierungserklärung klar:

Vier Millionen Muslime und auch ihre Religion gehören zu Deutschland, also auch der Islam.
Angela Merkel

Hier ist Brühmanns gesamter Post:

Wir müssen reden. Es geht um einen Mann, dessen Aufgabe es lange war, das Land aus dem ich komme zu vertreten. Und den...

Posted by Jörg Brühmann on Wednesday, March 21, 2018

Gerechtigkeit

Warum viele Trumps neuen Sicherheitsberater für einen Albtraum halten
Irakkrieg? Tolle Idee. Iran? Bomben!

US-Präsident Donald Trump wechselt seinen nationalen Sicherheitsberater: John Bolton, der frühere US-Botschafter bei den Vereinten Nationen soll den Job nun machen. Trump gab die Personalie am Donnerstag via Twitter bekannt. Bolton werde zum 9. April das Amt von Herbert Raymond McMaster übernehmen, schrieb er.