Ein Kölner Projekt sagt ebenfalls "Nein" – zwei Antworten zum Fall

Zwei Initiativen aus Köln und Berlin haben eine Nominierung für den Deutschen Nachbarschaftspreis abgelehnt – weil sie nicht auf Horst Seehofer treffen wollen. Es handelt sich um eine Flüchtlingsinitiative aus Berlin-Moabit und einen Kölner Rad-Verleih.

Die Nachbarschaftspreise sind mit bis zu 50.000 Euro dotiert. Aber: Innenminister Seehofer ist Schirmherr des Preises – bei der Verleihung wäre er entsprechend anwesend.

Was sagen die Initiativen?

  • "Wir können uns nicht vorstellen, mit Horst Seehofer auf einer Bühne zu stehen", sagte Diana Henniges vom Vorstand der Berliner Flüchtlingshilfsorganisation "Moabit hilft". Sie hätten sich sehr über die Nominierung gefreut, aber Seehofers Schirmherrschaft könnten sie nicht mit ihren Absichten vereinbaren. (Hier ist die Erklärung von "Moabit hilft")
Diana Henniges von "Moabit hilft"(Bild: dpa/Jörg Carstensen)
  • Auch das Kölner Projekt "Kasimir", das kostenfrei Lastenräder in der Stadt verleiht, hat seine Bewerbung wegen Seehofers Schirmherrschaft zurückgezogen. "Das ist nicht unsere Form von Nachbarschaft. Wir wollen nicht, dass so eine Spaltung der Gesellschaft betrieben wird", sagte ein Sprecher. (Hier ist die Erklärung von "Kasimir")

Seit Wochen verschärft die CSU den Ton in der Asylpolitik, Seehofer will deutlich härtere Gesetze umsetzen.

Was sagt die Stiftung hinter dem Preis?

Das ist die Stiftung "Nebenan" – sie will die Nachbarschaftspreise Anfang September verleihen. "Wir bedauern das natürlich, verstehen es aber auch", sagte Geschäftsführer Michael Vollmann zur Absage der beiden Initiativen. 

In der Stiftung seien Seehofers Aussagen im Zusammenhang mit der Aufnahme vieler Flüchtling ebenfalls kritisch diskutiert worden. Von Seehofer gab es keine Äußerung zum Thema.


Mit Material von dpa


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