"Es soll egal sein, wer dich mit einer Kippa sieht."

Ein Mann, der auf offener Straße einen Israeli mit Kippa angreift: dieses Video aus Berlin wurde im April 2018 in den sozialen Netzwerken viel geteilt. Es ist für viele zu einem Symbol geworden, für eine Angst, die umgeht: Wird der Antisemitismus in Deutschland (und Europa) stärker? Aktuelle Umfragen sagen: ja! Jüdinnen und Juden fühlen sich stärker bedroht (Welt) und die Zahl der antisemitischen Übergriffe ist deutlich angestiegen (Handelsblatt).

Zum Ende des jüdischen Lichterfestes Channukka (bento) stellen wir deshalb junge Menschen vor, die sich gegen Antisemitismus einsetzen – und die Solidarität der Deutschen mit dem jüdischen Glauben sichtbar machen wollen:

Das Künstler-Kollektiv "Ignaz" hat sich von den Menschen inspirieren lassen, die nach dem Übergriff im April auf die Straßen gingen und aus Solidarität eine Kippa trugen – und zwar Juden und Nicht-Juden. 

Zusammen mit dem Galeristen Johann König wollten sie an einer Idee arbeiten, mit der sie langfristig etwas gegen Antisemitismus tun können. Die Crew entwarf den "Solidarity Hoodie" – einen Kapuzenpullover mit Kippa.

Damit wollen sie sich mit der jüdischen Gemeinschaft solidarisieren und ein politisches Statement für Religionsfreiheit setzen.

Sie kennen selbst Juden, die ihre Kippa im Alltag unter einer Cap verstecken. Genau das wollen sie ändern: "Es soll egal sein, wer dich mit Kippa sieht."

Das Interview mit den Machern des "Solidarity Hoodie" siehst du im Video oben.



Gerechtigkeit

Björn Höcke wirbt für Vita Cola – auch dieses Unternehmen will mit der AfD nichts zu tun haben
Die AfD sucht verzweifelt nach Cola-Herstellern, die sich instrumentalisieren lassen.

Björn Höcke, Rechtsaußen der rechten AfD, macht jetzt Werbung für Cola. Genauer gesagt für Vita Cola. Auf Twitter posierte Höcke mit einem Glas mit der Marke. Dazu schrieb er: "In Thüringen trinkt man #VitaCola. Diese Limonade ist hier inzwischen Marktführer, beliebter als #CocaCola."