Bild: Marc Röhlig
Es geht unter anderem um das Schwenken einer Regenbogenfahne.

Ein Gericht in der ägyptischen Hauptstadt Kairo hat 14 Männer zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt. Laut des Richters sollen sie "anormale" sexuelle Beziehungen geführt haben. Das gab der Anwalt der Männer nach Verkündung des Urteils bekannt. (SPIEGEL ONLINE)

Noch müssen die Männer jedoch nicht ins Gefängnis. Sie gingen laut des Anwalts in Berufung und konnten zunächst nach Zahlung einer Kaution freikommen. 

Die 14 Männer waren seit Anfang Oktober gemeinsam mit drei weiteren Angeklagten vor Gericht. Das Verfahren der anderen drei wurde wegen verfahrenstechnischer Fehler vertagt.

Allen wurde "Unzucht" und "Anstiftung zur Unzucht" vorgeworfen. Sie sollen unter anderem eine Regenbogenfahne auf dem Konzert der arabischen Rockband Mashrou' Leila geschwenkt haben. 

Die Bilder der Fahne – ein Symbol der LGBT-Szene – sorgten in ägyptischen Medien für viel Diskussionen. Die Regierung verbot daraufhin künftige Auftritte der Band und begann eine Hetzjagd auf Homosexuelle.

Homosexualität ist in Ägypten nicht offiziell verboten. Doch ein 1961 erlassenes Gesetz gegen "sexuelle Ausschweifungen" nutzen die Behörden immer wieder, um Jagd auf die "Ausschweifenden" zu machen.

Hier erfährst du mehr über die Hintergründe:


Food

Russischer Politiker will McDonald's zum "ausländischen Agenten" machen

Die Fastfood-Ketten McDonald's und KFC arbeiten heimlich am Untergang Russlands, das glaubt zumindest der 26-jährige Boris Chernyshov. Chernyshov ist Abgeordneter im russischen Parlament, der Duma. Und will nun gegen die Fastfood-Läden vorgehen.

McDonald's und KFC sollen als "ausländische Agenten" registriert werden, weil ihr Essen eine Gefahr für die Russen sei.

Einen entsprechenden Antrag hat Chernyshov an die Lebensmittelaufsichtsbehörde geschickt (RBC auf Russisch, The Moscow Times auf Englisch).