Bild: Marvel
Was der neue "Hollywood Diversity Report" verrät.

Wie wir die Welt sehen, hängt davon ab, was wir von der Welt zu sehen bekommen. Was Kinofilme betrifft, so sind das: vor allem Filme aus männlicher und weißer Perspektive. Und die zeigen oft: männliche und weiße Helden.

Lange dachten große Filmstudios, Frauen als Hauptfiguren seien an der Kinokasse Gift. Mittlerweile ist es so, dass nicht mehr Männer immer die Hauptrolle spielen müssen – auch Frauen dürfen in Komödien, Actionfilmen oder Dramen die wichtigste handelnde Figur sein. Und deren Filme sind im Schnitt sogar erfolgreicher (bento).

Eine neue Studie über Vielfalt in Hollywood zeigt nun: Es geht voran – aber nicht für Frauen.

Die University of Southern California’s Annenberg untersucht seit 2007 einmal jährlich, wer in Hollywood bei den erfolgreichsten Filmen Regie führt. Wie vor elf Jahren bleibt es auch jetzt dabei: Hollywood ist vor allem weiß und männlich. Allerdings tut sich was.

Die Details der Untersuchung seit 2007:

  • Von allen 1200 erfolgreichsten Filmen wurden 96 Prozent von Männern gedreht.
  • Unter den Drehbuchautoren liegt die Quote bei 80 Prozent, von den Produzenten waren 72 Prozent Männer.
  • Der Anteil von Schwarzen und Asiaten liegt bei all den Filmen seit 2007 bei unter 10 Prozent.

2018 gab es jedoch Fortschritte – untersucht wurden die 100 erfolgreichsten Filme:

  • 14 Prozent der Filme wurden von Schwarzen gedreht – eine Steigerung von 200 Prozent seit 2007.
  • Allerdings ist unter den Schwarzen nur eine Frau, Ava DuVernay, die Regisseurin von "Das Zeiträtsel".
  • Für andere Ethnien – und für Frauen überhaupt – gab es 2018 jedoch keine Verbesserung.
  • Nur 3,6 Prozent der erfolgreichten Filme wurden von Frauen gedreht. Schon 2007 lag der Anteil ähnlich niedrig bei 2,7 Prozent.

Katherine Pieper, die die Untersuchung mit durchgeführt hat, sagt zu "Variety":

„Frauen bekommen nicht die gleichen Chancen von Filmstudios und so wird es für viele schwieriger, eine Karriere im Film zu verfolgen und damit ihr Leben zu finanzieren.“

Im Vorjahr sah es schon mal besser aus. Laut der Directors Guild of America, der Gewerkschaft der Regisseurinnen und Regisseure, saßen deutlich mehr Frauen auf dem Regiestuhl von erfolgreichen Filmen. Darunter waren Titel wie "Wonder Woman" von Patty Jenkins und "Lady Bird" von Greta Gerwig. (bento)

Zu einem größeren Umdenken scheint das jedoch noch nicht geführt zu haben. Und das wirkt sich auch auf die Themenvielfalt der Filme aus:


Grün

Die größte Stadt der USA hat jetzt Verpackungen aus Einwegplastik verboten
Und acht Staaten in der Karibik machen auch mit!

In New York City sind Einwegbehältern und Trinkbecher aus Einwegplastik seit diesem Jahr verboten. Unter das Verbot fallen Plastik-Trinkhalme, Einweg-Plastiktüten oder Essensbehälter aus Polystyrol – ein weicher Plastikstoff, der unter anderem bei Burgerverpackungen und Trinkbechern verwendet wird.

Für das Verbot von Einwegplastik musste New York fünf Jahre lang mit Lobbyisten und der Plastik-Industrie ringen – nun gilt es endlich.

Der Stadtrat hatte bereits 2013 das Gesetz ins Spiel gebracht. Restaurant, Läden und Straßenhändler im New Yorker Stadtgebiet sollten Behältnisse mit Polystrol-Plastik nicht länger nutzen oder verkaufen. Wirksam ist das Gesetz aber erst seit dem 1. Januar.

  • Alle Geschäfte bekommen nun eine Übergangszeit von sechs Monaten, um sich an die neue Regel anzupassen. 
  • Ab Juli droht dann eine Strafe in Höhe von 250 Dollar für jeden, der weiterhin die Einwegpackungen nutzt.

Das Verbot sei längst überfällig gewesen, sagte New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio: "Es gibt keinen Grund, dass dieser umweltschädliche Stoff weiterhin untere Straßen, Halden und Kanäle zumüllt." (New York)

New York ist nicht allein: Auch mehrere karibische Staaten haben Plastik-Verbote zum 1. Januar 2019 eingeführt.

In Jamaika, Barbados, Belize, auf den Bahamas, in Costa Rica, auf Dominica, Grenada sowie Trinidad und Tobago sind jetzt Verordnungen zum Verbot von Einwegbehältern aus Kunststoff und Polystyrol in Kraft getreten. 

Die Länder wollen damit gemeinsam gegen die Verschmutzung in den Meeren vorgehen. In manchen dieser Urlaubsländer macht Einwegplastik mehr als fünfzig Prozent des Gesamtgewichts der gesammelten Abfälle aus. (Travelnews)

Warum ist das wichtig?

Plastik braucht mehrere hunderte Jahre, bis es zersetzt ist. Wir wissen das, aber ändern bislang zu wenig, um Kunststoffmüll wirksam zu vermeiden. Jedes Jahr landen Millionen Tonnen Verpackungen, Folien und Kleinstteilchen im Müll – und damit auch in Flüssen und Ozeanen. Das schadet der Umwelt und Tieren, die den Plastikmüll verschlucken.