Donald Trump ist ein Lügner, im Wahlkampf hat er eine frauenfeindliche Bemerkung nach der anderen gemacht. Normalerweise, so würde man denken, hat er damit keine Chance auf das Amt des US-Präsidenten, aber normal ist in diesem US-Wahlkampf nichts.

Deswegen greift jetzt auch seine demokratische Widersacherin Hillary Clinton zu einer ungewöhnlichen Strategie: In ihren Wahlkampf-Spots überlässt sie Donald Trump das Wort. Hillarys neueste Wahlkampf-Werbung zeigt eine Reihe von Mädchen, die in den Spiegel schauen, dazu werden Trumps Aussagen aus dem Off eingespielt:

  • "I'd look her right in that fat ugly face of hers." ("Der würde ich direkt in ihr fettes Gesicht gucken.")
  • "A person who is flat-chested is very hard to be a 10." ("Eine Person mit kleinen Brüsten kann kaum eine 10 sein.")
  • "She is a slut." ("Sie ist eine Schlampe.")
  • "She ate like a pig." ("Sie aß wie ein Schwein.")

Die Zuschauer werden mit den Aussagen alleingelassen, nur ganz am Ende des Clips taucht eine Botschaft Clintons auf: "Is this the president we want for our daughters?"

Die Strategie ist ungewöhnlich, normalerweise erzählen Präsidentschaftskandidaten in den Werbespots entweder, wie toll sie sind – oder wie schlecht der jeweilige Gegner ist. Auf jeden Fall kommen sie selbst zu Wort.

Angesichts von Trumps haarsträubenden Aussagen versucht Clinton offenbar, Trump und seine Persönlichkeit ganz ins Zentrum der Debatte zu rücken. So will sie zeigen, dass Trump noch extremere Positionen vertritt als viele Hardliner unter den Republikanern (BuzzFeed News).

Für Clinton gibt es noch einen weiteren Grund, eher auf Trumps Schwächen hinzuweisen als auf die eigenen Stärken: Sie ist bei den Amerikanern fast genauso unbeliebt wie Donald Trump: 59 Prozent der registrierten Wähler sprechen ihr ein negatives Image zu, 60 Prozent sehen Trump negativ.

Viele Bürger dürften Clinton also vor allem auch wählen, um den unberechenbar erscheinenden Narzissten Donald Trump als US-Präsident zu verhindern.

Der aktuelle Werbespot ist bereits der zweite in diesem Stil. Zuvor hatte das Clinton-Lager einen Werbespot produziert, in dem noch jüngere Kinder Trumps Wahlkampftiraden zuhören:

Am Montag (um 3 Uhr am Dienstagmorgen deutscher Zeit) treffen Clinton und Trump persönlich aufeinander: 90 Minuten lang werden sie in der Hofstra Universität auf Long Island debattieren.

Für beide ist das Duell enorm wichtig: Ihre einst komfortable Führung in den Umfragen hat Hillary Clinton inzwischen eingebüßt. Beide Kandidaten liegen nun nahezu gleichauf (New York Times).

Sieh hier noch einmal, wie Clinton und Trump zu den großen Themen des Wahlkampfes stehen:

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