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Dutzende Frauen haben den Filmproduzent Harvey Weinstein sexueller Übergriffe beschuldigt – jetzt hat er sich den Behörden gestellt. Am Freitag ging Weinstein in New York in eine Polizeiwache. Danach wurde er vor Gericht wegen verschiedener sexueller Übergriffe angeklagt.

Weinstein würden Vergewaltigung und ein krimineller sexueller Akt vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit. US-Medien berichteten, dabei handele es sich um erzwungenen Oralsex. Der Staatsanwaltschaft zufolge geht es um Vorfälle aus den Jahren 2013 und 2004. (CNN

Die Kaution wurde auf eine Million Dollar festgesetzt. Weinstein bekommt nun ein Überwachungsgerät. Außerdem musste er seinen Pass abgegeben und soll um Erlaubnis bitten, wenn er die US-Bundesstaaten New York und Connecticut verlassen will. 

Die nächste Gerichtsanhörung in dem Fall wurde für den 30. Juli angesetzt. 

Die Nachricht hat vor allem im Internet für emotionale Reaktionen gesorgt. Von Erleichterung bis zur Euphorie ist alles dabei. 

Die wohl wichtigste Botschaft: Es geht voran. Die Verhaftung Weinsteins und die Abstimmung über das Abtreibungsgesetz in Irland sind zwei bedeutende Ereignisse für Frauen auf der ganzen Welt. 

Was allerdings auch viel auftaucht: Die Frage, warum er nur für zwei Verbrechen angeklagt ist – obwohl mehr als 90 Frauen von sexuellen Übergriffen durch ihn berichtet haben. Die meisten dieser Taten sind allerdings verjährt. Ein Umstand, der viele Menschen wütend macht. 

Sie fordern: Vergewaltigung darf nicht verjähren!

Die Zeiten, in denen Weinstein mit seinem Einfluss Menschen unter Druck setzt, scheinen nun vorbei zu sein.

Künstler John Lurie glaubt zwar nicht an Rache – trotzdem bereitet ihm dieser Moment ein wunderbare Gefühl:

Diese Frau sieht das genau so:

Diese Menschen freuen sich einfach nur.

Und wer jetzt schon an einen bestimmten Gefängnis-Witz denkt: Diese Person findet, auf dieses Level sollte man nicht sinken.

Mit Material von dpa


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