Bild: dpa/Mario Guzman
"Er war jahrelang mein Monster." 

Mit diesem Satz beginnt Schauspielerin Salma Hayek ihren Essay, veröffentlicht in der New York Times. Er handelt von Harvey Weinstein und davon, wie Hayek all die Zeit unter dem Produzenten gelitten hat.

Der Mut, damit an die Öffentlichkeit zu gehen, habe ihr in der all der Zeit jedoch gefehlt.

Stattdessen habe sie sich selbst einer Art Gehirnwäsche unterzogen und geschwiegen. Bis jetzt. Im Zuge des Skandals um den Hollywood-Produzenten, traue sie sich über die Erfahrungen zu sprechen. Es geht vor allem um die Dreharbeiten zum Film "Frida" 2002, bei dem sie die Hauptrolle spielte, aber auch als Produzentin tätig war.

Das erzählt Salma Hayek über Harvey Weinstein:
  • "Ich musste ihm immer wieder 'Nein' sagen. Nein, ihm zu jeder nächtlichen Stunde die Tür zu öffnen, Hotel für Hotel, Drehort für Drehort."
  • "Nein, mit ihm zu duschen."
  • "Nein, dass er mir beim Duschen zuschaut."
  • "Nein, dass er mich massiert."
  • "Nein, dass ein nackter Freund von ihm mich massiert."
  • "Nein zu Oralsex."
  • "Nein, dass ich mich zusammen mit einer anderen Frau vor ihm ausziehe."

Mit jedem 'Nein' wurden die Reaktionen Weinsteins laut Hayek immer heftiger. Bis er ihr sogar drohte: "Ich werde dich töten. Glaube nicht, ich könnte es nicht." Als die Dreharbeiten schließlich begannen, hätten die sexuellen Belästigungen aufgehört. Dafür nahm seine Wut immer weiter zu. 

Er kritisierte Hayek, sagte, ihre schauspielerische Leistung sei nicht gut genug. Auch der gesamte Film sei schlecht, Weinstein drohte, das Projekt einzustellen. Unter einer Bedingung sollte es weitergehen.

"Ich dürfte den Film zu Ende drehen, wenn ich in einer Sex-Szene mit einer anderen Frau zu sehen sein würde. Komplett nackt."

Hayek stimmte zu. Gefolgt von einem Nervenzusammenbruch, anschließend musste sie Beruhigungsmittel nehmen. Entgegen Weinsteins Behauptung, der Film sei zu schlecht, gewann "Frida" später zwei Oscars und Hayek brachte er eine Oscar-Nominierung ein.

Zu den Vorwürfen hat sich mittlerweile auch Weinstein über einen Sprecher gemeldet und die sexuellen Anschuldigungen zurückgewiesen.

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