Bild: dpa/Paul Zinken
2 Fragen zum Fall

Der Prozess ist vorbei, aber das Netzwerk des "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU) noch immer nicht aufgedeckt. So sehen es viele Kritiker, Aktivisten und nicht zuletzt Angehörige der Opfer. 

Zehn Morde zwischen 2000 und 2007 werden dem rechtsextremistischen NSU zugeordnet, vergangenen Woche wurde das Mitglied Beate Zschäpe zu lebenslanger Haft verurteilt (bento). 

Aber was ist mit Hintermännern? Deutschlandweit gingen Menschen auf die Straße, um für weitere Ermittlungen und Prozesse zu demonstrieren (bento).

In Hamburg wurden dabei vier Menschen festgenommen – weil sie Plakate gegen den NSU geklebt hatten.

  • Was sagt die Polizei?

Die Plakate seien zum Teil mit Kleister an Geschäfte oder Häuser geklebt worden, sagte eine Polizeisprecherin. 

In den Fällen, in denen sich die Plakate nicht rückstandslos entfernen lassen, wird laut Polizei wegen politisch motivierter Sachbeschädigung ermittelt. Dort, wo die Plakate entfernt werden können, soll trotzdem ermittelt werden: wegen "wilden" Plakatierens. (NDR)

  • Wann wurden die Plakate angebracht?

Bereits am vergangenen Mittwochabend. Kurz vor der Plakataktion hatten bis zu 1000 Demonstranten in Hamburg eine weitere Aufarbeitung des Mordes an dem Gemüsehändler Süleyman Taşköprü verlangt. 

Er ist einer von zehn Opfern, die dem NSU zwischen 2000 und 2007 zugerechnet werden.


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