Rund 10.000 Menschen haben am Mittwoch in Hamburg gegen Fremdenhass und rechte Hetze demonstriert. 

Anlass war eine Kundgebung eines "Merkel muss weg"-Bündnisses, die nach monatelanger Unterbrechung nun wieder regelmäßig in der Hansestadt stattfinden soll. Bei den Organisatoren handelt es sich nach Angaben des Hamburger Verfassungsschutzes um Rechtsextremisten, die auch Verbindungen zur AfD haben sollen. 

Wie liefen die Demos ab?

Die Gegendemonstranten zogen in zwei getrennten Aufzügen und mit insgesamt rund 10.000 Menschen durch die Innenstadt in Richtung Gänsemarkt, wo laut Polizei am Abend knapp 180 Teilnehmer zur "Merkel muss weg"-Kundgebung kamen. 

Die Polizei hatte den Kundgebungsort mit Gittern abgeriegelt, auch Wasserwerfer und die Reiterstaffel standen bereit. Nach Abschluss der rechten Kundgebung kam es zu einem kurzen Wasserwerfer-Einsatz, als abziehende Teilnehmer von Gegendemonstranten mit Gegenständen beworfen wurden, wie ein Polizeisprecher sagte. Ansonsten seien die Proteste laut, aber friedlich verlaufen. 

Wer waren die Rechten?

Unter den Teilnehmern war auch die Nummer zwei der fremdenfeindlichen Pegida aus Dresden, Siegried Daebritz. Als Redner trat Dennis Augustin auf, laut AfD-Homepage einer der Landessprecher der Partei in Mecklenburg-Vorpommern. 

Die Kundgebung wurde von lauten Protestrufen der Gegendemonstranten deutlich übertönt. 

Zwischen Februar und April hatte es bereits zehn "Merkel muss weg"-Kundgebungen in Hamburg gegeben - ebenfalls mit geringer Teilnehmerzahl und immer deutlich stärkerem Gegenprotest. 

Wer waren die Gegendemonstranten?

Anmelder der Gegendemonstrationen waren die Bündnisse "Hamburger Stimmen für Vielfalt" und "Mittwochs gemeinsam gegen rechte Hetze". Die Teilnehmer bildeten eine bunte Mischung: ganz normale Bürger, darunter viele junge Menschen und Studenten. Die Polizei sprach nur von vereinzelten Anhängern der linksextremen autonomen Szene. 

Machen die Rechten das jetzt öfter in Hamburg?

Ja. "Wir kommen wieder", riefen die Teilnehmer am Mittwochabend den Gegendemonstranten zu, als sie von der Polizei gesichert den Gänsemarkt verließen. Die Kundgebung war der Auftakt für ab jetzt monatlich geplante Mittwochs-Demos der Rechten. 

Deshalb hat sich auch die Hamburger Politik mit den rechten Demonstrationen beschäftigt: In der Aktuellen Stunde der Hamburgischen Bürgerschaft am Mittwoch verurteilten fast alle Fraktionen den Missbrauch des Todesfalls in Chemnitz durch Populisten und Rechtsextreme. 


Queer

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