Bild: Marius Becker/dpa

Polizeieinheiten haben heute um 8 Uhr mit der Räumung des Hambacher Forsts in der Nähe von Köln begonnen. Der Wald wird seit Jahren von Umweltaktivisten besetzt. Diese haben Baumhäuser in Baumkronen gebaut, um die Rodung des Waldes zu verhindern.

Warum soll der Wald gerodet werden?

Der Hambacher Forst liegt in einem Braunkohlegebiet. Deshalb will der Energiekonzern RWE seit Jahren den Wald roden, um dort Braunkohle zu fördern. 

Genau das wollen Umweltaktivisten verhindern. Sie fingen schon 2012 an, Baumhäuser in die Baumkronen zu bauen und "besetzen" den Wald seitdem.

Jetzt macht die Stadt Kerpen, zu deren Einzugsgebiet der Wald gehört, ernst. Die Bewohner der Baumhäuser wurden mehrmals aufgefordert, die Bauten zu verlassen. Ab 8 Uhr sind auch Hundertschaften der Polizei Aachen angerückt, um den Wald notfalls gewaltsam zu räumen. Doch das wird schwierig.

Was macht die Räumung so schwierig?

Bevor der Wald gerodet werden kann, müssen alle Aktivisten aus den Bäumen entfernt worden sein. Doch die wehren sich dagegen. Sie haben sich mit Seilen in die Baumkronen gehängt und müssen demnach einzeln zu Boden geholt werden. Laut Herbert Reul, NRW-Innenminister, handelt es sich bei den Aktivisten um "extrem gewaltbereite Linksextreme."

Die Besetzer haben schon bei früheren Versuchen den Wald zu räumen, Stadtangestellte mit Steinen und anderen Gegenständen beworfen.

Warum wird der Wald überhaupt geräumt?

Zum einen, weil RWE den Wald schon vor Jahren gekauft hat und auf sein Grundstück besteht. Zum anderen aus einem sehr absurden Grund:

Rein juristisch lässt die Stadt Kerpen die Baumhäuser nämlich räumen, weil sie nicht die Brandschutzauflagen erfüllen (SPIEGEL ONLINE). Nach einigen Besichtigungen der Behörden, kam das Innenministerium zu dem Ergebnis, dass die Baumhäuser nicht die Bauordnungen des Landes NRW erfüllen und deshalb eine Gefahr für ihre Bewohner darstellen. 

In dieser Höhe sei es nötig, Feuertreppen und Zufahrten für Feuerwehr und Krankenwagen zur Verfügung zu stellen. Da all dies nicht gegeben ist, müssen die "Bewohner" ihre Häuser verlassen.

Warum wird so hart um den Hambacher Forst gekämpft?

Der Forst gilt als Symbol des Kampfes um Klimaschutz und des Widerstands gegen die Kohle. In ihm stehen Jahrhunderte alten Buchen und Eichen. Zudem haben sich in dem Wald einige bedrohte Tierarten angesiedelt. 

Die Umweltaktivisten wollen die Rodung des Waldes deshalb verhindern. Für RWE ist die Rodung aber unvermeidbar, um die Stromproduktion mittels des geplanten Braunkohlekraftwerks zu sichern.

Mit Material von dpa


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