Bild: easyfitnees.club / Twitter: @161ausbildung / Monatge:bento
Läuft nicht bei denen

Auf Twitter macht derzeit ein Bild die Runde, das offenbar im Güstrower Ableger der Fitnesskette "Easy Fitness" aufgenommen wurde. Veröffentlicht wurde es vom Nutzer "161ausbildung", auf Facebook verbreitete die Seite "Antifa Kampfausbildung" das Bild ebenfalls. 

Zu sehen ist auf der Aufnahme ein Whiteboard mit der Mitteilung, dass "Mitbürger mit Migrationshintergund" ab sofort nicht mehr in dem Studio trainieren dürfen: 
"Auf Grund aktueller Ereignisse (Terrorverdacht + Festnahmen) & zum Schutz unserer Mitglieder, werden wir SOFORT keine Mitbürger mit Migrationshintergrund mehr aufnehmen. Wir bitten euch um Verständnis."

Anlass für diesen Schritt des Fitnessstudios sind offenbar die Verhaftungen dreier mutmaßlicher Gefährder in Mecklenburg-Vorpommern. (NDR) Inwiefern die Ausgrenzung der Menschen zu mehr Sicherheit führen soll, wird allerdings nicht erklärt. 

Ebenso war zuerst unklar, ob das Studio hier nach der Hautfarbe, dem Namen oder eines Abstammungsnachweises kontrollieren wollte, wer trainieren darf. Einer Journalistin der taz erklärte ein Mitarbeiter dann aber am Telefon: "Hauptsache, er sieht nicht aus wie aus der IS.“ 

Das Fitnessstudio hat sich inzwischen bei Facebook gemeldet, die Echtheit bestätigt und sich entschuldigt: 

Liebe Facebook - Community, wir möchten uns zunächst in aller Form für den Inhalt entschuldigen, der sich über...

Posted by EasyFitness.de Güstrow on Wednesday, July 26, 2017

Personelle Konsequenzen wurden nicht angekündigt. Ob die Aktion ein juristisches Nachspiel haben wird, ist unklar. 

Ein solches Vorgehen kann eventuell gegen Gleichbehandlungsgesetze verstoßen oder eine Sittenwidrigkeit darstellen: Das im Grundgesetz festgeschriebene Diskriminierungsverbot schützt Menschen vor Diskriminierung durch den Staat. Daraus abgeleitet regeln Gleichbehandlungsgesetze die Beziehungen zwischen Bürgern und Bürgern. Dem entgegen stehen das Hausrecht des Studiobetreibers und die Freiheit, sich seine Vertragspartner selbst auszusuchen.

Auf Google, Facebook, per Telefon und E-Mail formiert sich derweil Widerstand gegen das Vorgehen: 

Die Studiobetreiber waren für ein telefonisches Statement nicht erreichbar, eine E-Mail-Anfrage haben wir gestellt. 

*Anmerkung der Redaktion, 21 Uhr:

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels hieß es, der Betreiber verstoße gegen das Grundgesetz. Das ist nicht korrekt. Das dortige Diskriminierungsverbot richtet sich nur gegen den Staat, nicht gegen Privatpersonen oder -firmen.

Wir haben das im Text korrigiert und bitten, den Fehler zu entschuldigen.


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"Festhalten" ruft Robert und tritt aufs Gaspedal: Mit Karacho brettern wir über mehrere dicht aufeinander folgende Straßenwellen, die die Einheimischen hier liebevoll "sechs Schwestern" nennen. Der Wagen hebt kurz ab und fliegt für einen Moment über die nordirische Landstraße

Mein Herz erholt sich schnell von dem Gepolter. Denn wenn ich aus dem Fenster schaue, glitzert mir auf der einen Seite der tiefblaue Ozean entgegen, auf der anderen Seite ziehen grüne Hügellandschaften vorbei. Eben hat es aufgehört zu regnen, durch die Wolken glitzert die Sonne hindurch. Wir befinden uns auf der Coastal Route in der nordirischen Grafschaft Antrim