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US-Präsident Barack Obama will im letzten Jahr seiner Amtszeit ein lang angekündigtes Versprechen einlösen: Das Gefangenenlager Guantanamo soll endlich geschloßen werden. Was es mit dem Gefängnis auf sich hat:

Guantanamo ist eine Bucht auf Kuba. Die USA haben das Stück Land von Kuba vor mehr als Hundert Jahren gepachtet und dort einen Marine-Stützpunkt errichtet.

Traurige Berühmtheit erlangte die Guantanamo-Basis durch die angeschlossenen Gefängnisse Camp Iguana, Camp Delta und das mittlerweile geschlossene Camp X-Ray.
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Mit Ausbruch des Afghanistankrieges 2001 begannen die USA, mutmaßliche Terroristen nach Kuba zu bringen und in den Lagern zu internieren. Die Festhaltung ist völkerrechtswidrig.
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In seiner Hochphase zählten die Camps fast 800 Inhaftierte. Die meisten wurden jahrelang ohne Anklage festgehalten. Aktuell sind noch 91 Gefangene in Guantanamo.
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Barack Obama wirbt nun dafür, das Lager endgültig zu schließen: Es schade dem Ansehen der USA und diene Terroristen als Propagandamittel.
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Die Uno-Menschenrechtskommission und unabhängige Menschenrechtler kritisierten die schlechten Haftbedingungen.
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Freigelassene Gefangene berichteten von Folter und Schlafentzug. Soldaten sollen sie mit Blut beschmiert und Hunde auf sie gehetzt haben.
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Der Schließungsplan von Obama sieht nun vor, 35 der 91 Häftlinge in ihre Heimat oder andere aufnahmewillige Staaten zu überstellen.
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Bereits in der Vergangenheit schickten die USA viele Inhaftierte zurück – wie hier nach Afghanistan.
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Die 56 verbleibenden Häftlinge sollen auf Gefängnisse in den USA verteilt werden. Das dürfte allerdings schwer werden.
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Denn dazu braucht es die Zustimming der Republikaner im Kongress – und die stellen sich gegen den Plan des Demokraten Obama. Wegen Sicherheitsbedenken wollen sie der Verlegung von Guantanamo-Häftlingen in die USA nicht zustimmen.
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