Bild: Britta Pedersen/ZB/dpa
Ausgerechnet er?

Der Präsident der Gay-Dating-App Grindr, Scott Chen, findet offenbar, eine Ehe sollte nur zwischen einem Mann und einer Frau geschlossen werden. Wie der "Guardian" berichtet, postete er auf Facebook einen verwirrenden Kommentar, der viele Nutzer der App wütend machte. Den Post hat er inzwischen gelöscht. 

Was hat Chen genau geschrieben?

In dem Facebook-Post schrieb der Grindr-Präsident: "Manche glauben, eine Hochzeit bedeutet eine heilige Ehe zwischen einem Mann und einer Frau. Und das finde ich auch. Aber das ist meine Sache." Außerdem schrieb er, manche Menschen glaubten, eine Ehe sei dafür da, seine DNA an ein Kind weiterzugeben. Auch das sei eine private Sache, so Chen weiter.

Viele Follower verwirrte der Post. Sie schrieben wütende Kommentare darunter. Kurz darauf löschte Chen den Post.

Warum hat er den Post überhaupt geschrieben?

Auslöser für den Post war ein Referendum in Chens Heimat Taiwan, bei dem über ein Verbot der gleichgeschechtlichen Ehe abgestimmt wurde. Das berichtet das Portal Into. Hierbei lehnten die Bürger Taiwans vergangene Woche die Ehe für alle ab: 16 von 22 Landkreise stimmten gegen die gleichgeschlechtliche Ehe. (Tagesspiegel)

Ultrakonservative, christliche Gruppen hatten sich zuvor gegen die Ehe für alle ausgesprochen und Spenden für Kampagnen gesammelt. Im selben Post, in dem der Grindr-Präsident schrieb, eine Hochzeit bedeute eine heilige Ehe zwischen Mann und Frau, rief er paradoxerweise seine Follower dazu auf, kein Geld an diese christlichen Gruppen zu spenden

"Heiraten ist eine private Sache. Warum könnt ihr euer Geld nicht für Menschen spenden, die an Armut, Hunger, Krieg, oder Naturkatastrophen leiden? Warum wollt ihr euer Geld spenden, um zu verbieten, dass Menschen, die sich lieben, heiraten? Gibt es nichts wichtigeres auf der Welt?"

Chen betonte außerdem, er sei ein großer Verfechter der gleichgeschlechtlichen Ehe – dennoch würden sie mit seinem Weltbild kollidieren. 

Der Grindr-Präsident hatte den Post zunächst nur auf taiwanesisch geschrieben und ihn mittels Auto-Translate übersetzt. Später löschte er den Post, da er einige Fehler enthalten hatte. Er erklärte sich in einem zweiten Post, den er ebenfalls kurz danach löschte – vermutlich, weil sich ein Shitstorm gegen ihn und seine Familile richtete. Beide Posts wurden allerdings in den sozialen Medien als Screenshot geteilt.

Wie reagierte Grindr auf die Aussagen von Chen?

Zach Stafford, der Programmdirektor von Grindr, sagte auf Anfrage des "Guardian", die Aussagen würden den Werten von Grindr widersprechen: "Grindrs Ziel als Unternehmen ist es, zu helfen und die vollständige Gleichberechtigung von allen LGBT-Menschen auf der ganzen Welt zu erreichen. Insbesondere in Sachen Liebe und Dating. Die Ehe für alle ist das Endziel unserer App."


Haha

Diese Situationen kennst du nur, wenn du zu viel arbeitest

Fakt ist: Die Meisten verbringen sehr viel Zeit auf der Arbeit. Manchmal auch etwas zu viel Zeit. Dadurch ergibt sich automatisch, dass du weniger Zeit für bestimmte Erledigungen hast, deine Liebsten zu selten siehst und unter akutem Vitamin-D-Mangel leidest.

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