Bild: dpa/Valentin Flauraud
Die wichtigsten Sätze aus dem Brief gegen den Hass

Die Schwedin Greta Thunberg ist 16 Jahre alt und will nicht weniger, als die Zukunft unseres Planeten retten. Seit August protestiert Greta Thunberg mit ihrem "Schulstreik fürs Klima" jeden Freitag vor dem Reichstag in Stockholm.

Am Anfang war sie noch allein, mittlerweile folgen ihr Zehntausende – in Stockholm wie auf der ganzen Welt. Schülerinnen und Schüler Schwänzen den Unterricht, um den Verantwortlichen in der Politik zu sagen: Nehmt den Klimawandel endlich ernst, und zwar heute und nicht erst morgen. Auch in Deutschland (bento war in Hamburg dabei).

Mittlerweile nahm Greta im Januar am Weltwirtschaftsforum in Davos teil, wo sie vor Managern und Politikerinnen ihre Botschaft wiederholte (bento). Aber all die Aufmerksamkeit zog auch Kritiker an. Und Pöbler.

Im Netz wird Greta Thunberg tausendfach für ihr Engagement angefeindet – nun hat sie dem Hass einen Antwortbrief geschrieben.

Auf Facebook postete Greta einen Brief, mit dem sie von anderen in die Welt gesetzten Gerüchten widersprach – und den Beleidigungen Mut entgegensetzte.

Greta schreibt, der Hass gegen ihre Person hätten sie nicht überrascht. Mit einem Schulstreik auf etwas Komplexes wie den Klimawandel aufmerksam zu machen, möge auf viele befremdlich wirken. Sie sei aber so frustriert darüber gewesen, dass sie einfach etwas habe tun müssen. Bei ihrer Idee habe sie sich von den Schülern in der US-Stadt Parkland inspirieren lassen. Diese hatten nach einem Amoklauf an ihrer Schule für schärfere Waffengesetze demonstriert – und ebenfalls viel Hass von rechten Trollen erfahren (bento).

Ich bin absolut unabhängig und repräsentiere nur mich. Und ich tue das was ich tue, ohne Geld dafür zu erhalten.

Gretas Eltern seien von ihrem Streik am Anfang nicht begeistert gewesen, schreibt sie. Sie hätten ihr gesagt, sie könne nicht auf ihre Unterstützung zählen und müsse das allein durchziehen. Genau das hat sie dann gemacht. Ihre Reden schreibe sie allein, auch ihren Protest organisiert sie allein.

Viele verbreiten Gerüchte wie dass es Leute "hinter mir" gebe oder dass ich "bezahlt" oder "benutzt" werde. Aber es gibt niemanden "hinter" mir außer mir.

Es gebe Menschen, die über sie herziehen würden, weil sie das Asperger-Syndrom habe, schreibt Greta weiter. Und dass man mit so einer Krankheit nicht in die Öffentlichkeit drängen würde. Stimmt nicht, schreibt Greta: "Genau deshalb tue ich es ja. Denn wenn ich ‘normal‘ und sozial wäre, hätte ich mich einer Organisation angeschlossen, oder hätte selbst eine gegründet. Aber weil ich nun mal nicht so gut im sozialisieren bin, habe ich es so gemacht."

Einige behaupten, sie könne als Kind eigentlich gar nicht so professionell reden und schreiben – andere werfen Greta vor, Dinge zu simpel und zu einfach zu formulieren. Beidem erteilt sie im Brief eine Absage: Manches müsse einfach simpel auf den Punkt gebracht werden. Und ja, auch eine 16-Jährige kann professionell reden und schreiben.

Warum sie sich engagiere? Weil es wichtig sei: Sie sage überhaupt nichts Neues, sondern "nur das, was Wissenschaftler seit Jahrzehnten wiederholen." Und so bekomme sie als Überbringer so viel Hass ab. 

Wir Kinder sollten das nicht tun müssen. Aber weil fast niemand etwas tut, und weil unsere Zukunft auf dem Spiel steht, fühlen wir, dass wir weiter machen müssen.

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