14.000 Euro Schaden, 29 Durchsuchungsbeschlüsse.

Was ist passiert?

Im Juni haben mehrere Lkw Farbe auf die Straße rund um die Siegessäule in Berlin gesprayt. Mehrere Helferinnen und Helfer gingen im Anschluss noch mal mit Bürsten und Besen ran, um die Farbe auf der Fahrbahn zu verteilen. Hinter der Aktion steckte die Umweltschutzorganisation Greenpeace.

Die Botschaft: Sonne statt Kohle. Ein Zeichen für den Kohleausstieg.

Auf Twitter veröffentlichten die Aktivisten ein Video. Die Farbe sei umweltfreundlich und abwaschbar, hieß es in dem Beitrag. Das Problem: Die Farbe war aber auch rutschig, laut der Berliner Polizei kam es auf der Straße zu zwei Unfällen mit Sachschaden. Motorradfahrer und eine Radfahrerin sollen gestürzt sein. Mehrere Verkehrsteilnehmerinnen und -Teilnehmer erstatteten Anzeige. Die Berliner Stadtreinigung verlangte rund 14.000 Euro für die Reinigung der Straßen von Greenpeace.

Die Polizei kündigte an, in der Angelegenheit ermitteln zu wollen:

Am Dienstag, knapp vier Monate später, hat sie nun zahlreiche Wohnungen und Büros der Organisation durchsucht. Wie die Berliner Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte, wurden in Berlin, Hamburg und weiteren Bundesländern insgesamt 29 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt.

  • Der Vorwurf: Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr. 
  • Ziel der Durchsuchungen: Staatsanwaltschaft und die Polizei wollen herausfinden, welche Organisationen, Helferinnen und Helfer von Greenpeace die Protestaktion geplant und durchgeführt haben. Dabei soll die Auswertung zahlreicher beschlagnahmter Computer, Telefone und Festplatten helfen. Bislang seien 19 Verdächtige bekannt, ob auch in anderen Bundesländern Durchsuchungen stattgefunden haben, weiß man derzeit nicht.

Wie reagiert Greenpeace?

Greenpeace protestiere gegen die Durchsuchungen, heißt es in einer Erklärung. "Wir sehen darin den Versuch, Greenpeace einzuschüchtern und bunten, friedlichen Protest zu unterdrücken" sagt Greenpeace-Sprecher Christian Bussau. Man gehe "mit allen juristischen Mitteln" dagegen vor. (Greenpeace)



Fühlen

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