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Diese Studie verrät es dir

Rechtspopulisten sind in Europa so erfolgreich wie lange nicht mehr. Marine Le Pen könnte in Frankreich Präsidentin werden, Norbert Hofer in Österreich neues Staatsoberhaupt und bei Wahlen in den Niederlanden und Deutschland haben islamfeindliche Parteien gute Chancen, ins Parlament gewählt zu werden.

Alle Bewegungen werben mit rassistischen Motiven – sie wollen vermeintlich "echte Bürger" ihrer Heimatländer über zugezogene oder fremd aussehende stellen.

Doch heißt das, dass die Wähler von rechtspopulistischen Parteien auch alle Rassisten sind?

Warum sich einige Wähler für die Neurechten interessieren, hat jetzt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung untersucht. Die Haupterkenntnis: Globalisierungsangst ist der treibende Faktor für Rechtspopulismus. Mit hinein spielt die Angst vor Migration und Überfremdung sowie die Ablehnung von Handelsverträgen wie TTIP.

Der Hintergrund zur Umfrage

Die "Europinions"-Studie hat im August 2016 knapp 11.000 Menschen in 28 EU-Mitgliedstaaten. Hier könnt ihr den Bericht als PDF ansehen.

Was sind die wichtigsten Ergebnisse?
  • Die Mehrheit sieht Globalisierung als Chance – allerdings ist das Lager der Skeptiker groß. EU-weit nehmen 45 Prozent das Zusammenwachsen der Welt als Bedrohung war. 35 Prozent haben Abstiegsängste.
    Am deutlichsten ist die Angst bei Österreichern und Franzosen ausgeprägt, am wenigsten Angst vor Globalisierung haben Briten und Spanier. Deutschland liegt genau im EU-Schnitt:
  • Je niedriger das Bildungsniveau und je höher Alter, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass die Menschen Globalisierung als Gefahr empfinden. Bei den 18- bis 25-Jährigen machen sich nur 39 Prozent Sorgen vor Globalisierung, bei den 56–65-Jährigen 47 Prozent.
    Unterschiede zwischen Stadtbewohnern oder ländlicher Umgebung und zwischen den Geschlechtern spielen gar keine Rolle bei den Ergebnissen.
  • Besonders stark sind die Ängste bei Anhängern rechtsnationaler und populistischer Parteien ausgeprägt: Bei den Anhängern der AfD fürchten sich 78 Prozent vor der Globalisierung. Bei dem rechtsnationalen Front National aus Frankreich sind es 76 Prozent, bei der österreichischen FPÖ 69 Prozent.
  • Was nach Globalisierungsängsten auch eine Rolle spielt: Die Angst, dass traditionelle Werte verloren gehen. Im EU-Schnitt will genau die Hälfte aller Befragten solche Werte hochhalten, die Macher der Studie verstehen darunter den Wunsch nach Ordnung und Stabilität bis hin zu einem autoritären Staat. Bei Wählern der AfD ist das nur für 46 Prozent für Bedeutung, bei den Wählern der FPÖ für 47 Prozent.
Das heißt: Viele Anhänger der Neurechten wählen diese Parteien nicht zuerst wegen ihrer rechten Ideen – sondern vor allem wegen der Angst vor einer immer schneller zusammenwachsenden Welt.

Haha

Eine Polizeistation will einen Puma jagen. Aber irgendwie eskaliert es

Ein Puma geht um. Das zumindest vermuteten Einwohner des Städtchens Gardner im US-Bundesstaat Kansas. Sie informierten die Polizei – das Tier treibe sich nachts im Stadtpark herum.

Um der Sache auf den Grund zu gehen, installierte das Gardner Police Department daher erst mal eine Falle. Kein Netz oder ein Tellereisen, sondern erstmal eine harmlose Blitzfalle. Das ist ein Fotoapparat, der automatisch auslöst, wenn etwas vor der Linse vorbeihuscht.

Oder jemand. Denn im Stadtpark von Gardner kam alles vor die Linse, nur kein Puma.