Bild: Monique Wüstenhagen/dpa
Lohngerechtigkeit ist in Europa weiterhin ein Fremdwort

Arbeit? Klar! Aber nur gegen gerechte Bezahlung. Diese Mindestanforderung sollte eigentlich für jeden Job gelten – und für jede Arbeitnehmerin und jeden Arbeitnehmer. Doch Frauen in der EU arbeiten theoretisch ab dem 3. November umsonst. Das geht aus dem aktuellen Europabarometer hervor.

Was sind die Ergebnisse der Umfrage?

Besonders deutlich wird, dass Männer und Frauen in der Europäischen Union noch immer nicht gleich bezahlt werden. Frauen verdienen im Durchschnitt 16,2 Prozent weniger Geld als Männer. Das würde bedeuten, dass sie bei gleicher Bezahlung, ab dem 3. November umsonst arbeiten würden – insgesamt also fast zwei ganze Monate

In Deutschland ist der Unterschied sogar noch größer: Laut des Barometers verdienen Frauen hier sogar 21,5 Prozent weniger als Männer. Das ist der dritthöchste Wert in ganz Europa. 

Zudem gaben bei der Umfrage 43 Prozent der Befragten Männer an, sie hätten keinen Vaterschaftsurlaub gemacht und würden dies auch nicht planen. In Deutschland waren es sogar 47 Prozent. Als Hauptgrund gaben die Befragten an, es sich finanziell nicht leisten zu können. 

Wie reagierte die EU-Kommission auf die Ergebnisse?

"Frauen und Männer sind gleichberechtigt, das ist einer der Grundwerte der EU, aber im Vergleich mit ihren männlichen Kollegen arbeiten Frauen noch immer zwei Monate umsonst", sagte die EU-Kommissare Frans Timmermans, Vera Jourova und Marianne Thyssen, "Diese Situation können wir nicht länger akzeptieren". 

Um sie zu ändern, drängen die Kommissare nun darauf, dass die EU-Staaten und das Europaparlament möglichst schnell Gesetzen zustimmen, die das Lohngefälle bekämpfen sollen. Eine Maßnahme hierfür wäre die bessere Unterstützung von arbeitenden Eltern. 

Wie genau solche Gesetze aussehen sollten, teilten die EU-Kommissare aber nicht mit.

Mit Material von dpa

Aber Frauen müssen keine Männer werden, um im Job Erfolg zu haben:


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