Bild: Clay Enos/Warner Bros./dpa

Der Druck auf sexistische Schauspieler und Produzenten in Hollywood wird größer. Nach den jüngsten Vorwürfen gegen den Regisseur und Produzenten Brett Ratner ("X-Men, "Dunkirk", "Lego Movie") wird er nun nicht mehr bei der Fortsetzung von "Wonder Woman" dabei sein. Das bestätigte die Hauptdarstellerin Gal Gadot am Mittwoch. (Variety)

Was war passiert?

Schauspielerin Ellen Page warf Ratner vergangene Woche vor, sie vor der versammelten Filmcrew von "X-Men: Der letzte Widerstand" als lesbisch geoutet zu haben. Wortwörtlich soll er zu der damals 18-Jährigen über eine andere Schauspielerin am Set gesagt haben: "Du solltest sie ficken, damit ihr klar wird, dass sie lesbisch ist". Ihre Schauspielkollegin Anna Paquin bestätigte den Vorwurf. 

Zuvor hatten sechs Frauen berichtet, Ratner habe sie sexuell belästigt. Unter anderem erklärte Schauspielerin Olivia Munn, Ratner habe 2004 an einem Filmset in ihrem Wohnwagen vor ihr masturbiert. Er selbst wies die Vorwürfe zurück. (SPIEGEL ONLINE)

Nun wurde Gal Gadot in der US-Morgensendung "Today" gefragt, ob Ratner weiterhin bei "Wonder Woman" involviert sei. Sie bestätigte die Kündigung indirekt:

"Die Wahrheit ist, dass so viele Menschen an der Entstehung dieses Filmes beteiligt sind, nicht nur ich. Und alle haben die gleichen Vorbehalte. [...] Jeder wusste, dass es das Richtige war."

"Wonder Woman" wurde von Kritikern und Fans weltweit gelobt, der Film spielte über 800 Millionen Dollar in die Kinokassen. Damit war er der erfolgreichste Superhelden-Auftakt aller Zeiten und brachte weit mehr ein als andere DC-Filme wie "Batman v. Superman" oder "Suicide Squad". (Forbes

Andere Filmemacher haben aus den Vorwürfen rund um "MeToo" ebenfalls Konsequenzen gezogen: Zuletzt verkündete Regisseur Ridley Scott, Schauspieler Kevin Spacey aus seinem neuen Projekt herauszuschneiden und alle Szenen neu zu drehen.


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