Keine Panik!

Hamburg ist vor dem G20-Gipfel voller Polizei, die selbst harmlose Zeltlager rigoros behindert, verbietet und abbaut. Die mit einem Großaufgebot das Partyviertel der Stadt umstellt. Ständig rasen Wasserwerfer und Räumpanzer durch die City, Hubschrauber kreisen darüber. Offenbar wird hier versucht, eine ganze Stadt einzuschüchtern.

Traut sich überhaupt noch wer, am Freitag zu demonstrieren? Die Gruppe Block G20 möchte an diesem Tag den Gipfel stören. Möglichst viele Menschen sollen sich an der Aktion beteiligen und dabei auch Polizeisperren überwinden.

Was wir tun werden, ist nicht unbedingt und immer legal.
Block G20

Hinter Block G20 stehen Linke und linksextreme Aktivisten, die schon gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm oder den Castor-Transport protestiert haben. Sie werden vom Verfassungsschutz beobachtet. Für den G20-Gipfel haben die Aktivisten nun ein Flugblatt mit leicht verständlichen Demo-Tipps herausgegeben.

Vorbereitung

Auf Waffen, Drogen und Flipflops lieber verzichten – dafür kündigen die Organisatoren an, einen Lautsprecherwagen, Sanitäter und etwas zu Essen bereitzustellen:

Bezugsgruppen bilden

Damit ist gemeint, dass man in einer festen Gruppe unterwegs sein soll. So kann man aufeinander aufpassen. Die Gruppe soll gemeinsam entscheiden, zu welchen Aktionen sie bereit ist. Lieber im Hintergrund bleiben? Bei Gefahr nach Hause gehen?

Außerdem gibt es Tipps, was die Demonstranten im Fall einer Festnahme tun sollen: Nicht mehr als Name, Anschrift und Adresse sagen, nichts unterschreiben und juristischen Beistand anrufen. Die Aktivisten wollen sich auch darum kümmern und haben eine Hotline eingerichtet.

Wir empfehlen natürlich: Nichts unternehmen, wofür man von der Polizei festgenommen wird, und an Gesetze halten.

Hier ist das gesamte Flugblatt:

Was ist G20?

G20 steht für "Gruppe der 20" und ist ein Zusammenschluss der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer der Erde. Die einen sind wirtschaftlich bedeutend, die anderen aufstrebend. Beide Seiten kommen regelmäßig zusammen, um Ideen für eine globalisierte Welt zu diskutieren. 

2017 kommen die G20 auf Einladung Angela Merkels am 7. und 8. Juli in Hamburg zusammen, unter anderem US-Präsident Donald Trump, der russische Präsident Wladimir Putin und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wollen kommen. Zehntausende Demonstranten planen zeitgleich Proteste und Aktionen gegen den Gipfel.


Art

Diese Fotos zeigen, wie viel Müll wir wirklich produzieren

Ein typischer Morgen: Nach dem Aufstehen ins Bad, aufs Klo, dann unter die Dusche, Shampoo schon wieder leer. In der Küche gibt es Müsli, dazu Milch.

So beginnt für viele von uns der Tag – mit Müll. Wo und wann wir den produzieren, fällt uns meistens gar nicht auf. 

Wie viel Abfall ein Mensch verursacht, zeigt die Fotoserie "#365 unpacked". Für das Projekt hat der französische Fotograf Antoine Repesse über vier Jahre lang seinen Müll nicht weggeworfen. Stattdessen sammelte und sortierte er ihn. Und er arrangierte ihn neu: