Bild: dpa/Markus Scholz

Eine große Weltkugel rollt am Sonntagmittag durch die Hamburger Innenstadt, langsam vorwärts gedrückt von tausenden Menschen. Aus der Ferne sieht es aus, als tanze ein Ball wie auf einem Meer von Demonstranten. Auf Banner steht "Global umfairteilen" und "Kohle stoppen".

"Protestwelle" heißt die erste große Demonstration, die sich am Sonntag gegen den bevorstehenden G20-Gipfel richtete. Laut Polizei haben etwa 10.000 Demonstranten teilgenommen, die Veranstalter sprechen von mehr als 18.000 Menschen. 

  • Die "Protestwelle" wurde von mehreren Umweltorganisationen und Gewerkschaften organisiert, darunter der WWF, Campact und Greenpeace.
  • An der Kundgebung nahmen vor allem Familien mit Kindern und viele Jugendliche teil, die Atmosphäre glich einer großen, friedlichen Party.
  • Eine erste Kundgebung fand vor dem Hamburger Rathaus statt, dann zog sich der Protestmarsch durch die Innenstadt.
  • Die Teilnehmer forderten mehr Engagement für den Klimaschutz und eine gerecht gestaltete Globalisierung.
  • Neben dem Protestmarsch fand auch eine "Bootsdemo" auf der Alster statt. Aktivisten von Greenpeace hatten zudem den Hamburger Hafen "gekapert".
So wurde auf der "Protestwellen"-Demo gefeiert:
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Nicht nur der Protest selbst war kreativ – sondern auch die eine oder andere Werbetafel entlang der Demoroute:
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Die Idee, politische Botschaften auf Werbeplätzen unterzubringen, haben in Hamburg gerade viele. Zwei Designer haben sogar einen Plakat-Wettbewerb ausgerufen. Das sind die Ergebnisse:

Redaktion: Marlene Borchardt, Marc Röhlig, Helene Flachsenberg, Dilan Gropengiesser und Katharina Schmidt

Was ist G20?

G20 steht für "Gruppe der 20" und ist ein Zusammenschluss der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer der Erde. Die einen sind wirtschaftlich bedeutend, die anderen aufstrebend. Beide Seiten kommen regelmäßig zusammen, um Ideen für eine globalisierte Welt zu diskutieren. 

2017 kommen die G20 auf Einladung Angela Merkels am 7. und 8. Juli in Hamburg zusammen, unter anderem US-Präsident Donald Trump, der russische Präsident Wladimir Putin und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wollen kommen. Zehntausende Demonstranten planen zeitgleich Proteste und Aktionen gegen den Gipfel.


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