Bild: dpa/Boris Rössler
Linksextreme wehren sich – und veröffentlichen Fotos von Polizisten
Was ist passiert?

Die Hamburger Polizei sucht mit mehr als 100 Bildern nach Verdächtigen, die während des G20-Gipfels in Hamburg Straftaten begangen haben sollen. Auf einer Pressekonferenz präsentierten die Ermittler Fotos und Videosequenzen von mutmaßlichen Gewalttätern, Plünderern und Brandstiftern. Sie hatten dafür Aufnahmen von Privat-Handys, Journalisten und Überwachungskameras in Bussen und Bahnen ausgewertet. (NDR)

Um welche Taten geht es?

Die Polizei unterscheidet fünf Komplexe, Bilder von Verdächtigen können auf der Webseite der Polizei Hamburg angesehen werden.

  1. An der Elbchaussee zogen mehr als zweihundert Vermummte durch die Straße und randalierten. Auf einem Video zeigte die Polizei, wie eine schwarz gekleidete Person einen Bengalo in einen Laden wirft. In den Wohnungen darüber lebten neun Menschen, sagte Polizeisprecher Timo Zill. Der Bengalo sei auf einem Teppich ausgegangen und habe nicht zu einem Brand geführt.
  2. Das Aufeinandertreffen von Polizei und schwarzem Block am Rondenbarg im Westen Hamburgs steht besonders im Blickpunkt der Beamten.
  3. Während des G20-Gipfels wurden Polizisten in der Sternschanze mit Flaschen und Steinen beworfen, stundenlang traute sich die Polizei nicht in das Viertel, vermutete einen Hinterhalt.
  4. In der Zeit wurden zahlreiche Läden geplündert. Die Polizei veröffentlichte nun Videos von der Plünderung eines Budni- und Rewe-Marktes.
  5. Eskaliert waren die Demonstrationen bereits bei der Kundgebung "G20 not Welcome" am Hamburger Fischmarkt. Die Polizei zeigte auf Videos, wie eine behelmte Polizistin von einem Pflasterstein am Kopf getroffen wurde. Sie sackte zusammen, wurde leicht verletzt, konnte den Einsatz nach Polizeiangaben aber fortsetzen. Ebenfalls auf einem Video zu sehen: Ein Journalist, erkennbar an seinem Helm mit dem Schriftzug "Press", wird von einem Gegenstand am Kopf getroffen.
(Bild: dpa/Sebastian Willnow)
Wer ist auf den Bildern zu sehen?

Verdächtige Personen. Ihre Schuld ist nicht bewiesen. Allerdings hat ein Richter in jedem einzelnen Fall überprüft, ob die öffentliche Fahndung gerechtfertigt ist, weil ein Anfangsverdacht vorliegt.

Nicht jede Person hat allerdings selbst Gewalt angewendet. So sucht die Polizei jede Person, die im Bereich der Straße Rondenbarg im schwarzen Block mitgelaufen ist. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft reicht schon das Mitlaufen im Block, um eine Straftat zu begehen. So steht beispielsweise der 18-jährige Italiener Fabio V. in Altona vor Gericht (Hier erfährst du mehr über den Fall).

(Bild: Axel Heimken/dpa)

Ihm werden schwerer Landfriedensbruch und versuchte gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Gewalt hat er nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nicht angewandt. Sie stützt sich bei ihrer Einschätzung auf ein Urteil, das Hooligans bestrafte, die gemeinsam auf ihr Opfer losmarschiert sind und es zusammentraten.

Eine politische Demo war der schwarze Block nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nicht. Ähnliche Anklagen drohen deshalb allen Personen, die ebenfalls mitgelaufen sind und nun möglicherweise identifiziert werden.

Wie reagiert die linke Szene?

Als Reaktion auf eine große Fahndung nach mutmaßlichen Gewalttätern vom G20-Gipfel in Hamburg haben Linksradikale Fotos von 54 Polizisten veröffentlicht. Gleichzeitig drohten sie ihnen auf der Internetseite indymedia.org indirekt. Sie schrieben:

Wir freuen uns über Hinweise, wo sie wohnen oder privat anzutreffen sind.
  • Die Gewerkschaft der Polizei nannte die Zeilen "abscheulich".
  • Die zweite große Polizistenvertretung, die Deutsche Polizeigewerkschaft, forderte strafrechtliche Konsequenzen.

Fühlen

Das war der schlechteste Sex unseres Lebens!
Sechs Menschen erzählen.

Schlechter Sex ist oft peinlich, meistens unangenehm und manchmal richtig verstörend. Und jeder hatte ihn schon mal. 

Diese Erkenntnis hat die Kurzgeschichte "Cat Person" hervorgebracht. Darin geht es um eine zwar einvernehmliche aber trotzdem unangenehme sexuelle Begegnung, die bei sehr vielen Menschen Gefühle auslöst (bento) – entweder weil sie schon ähnliche Erlebnisse hatten, oder weil sie die beschriebenen Erlebnisse gar nicht nachvollziehen können.