Bild: Maja Hitij/FIFA/Getty Images
"Puto"-Rufe werden teuer.

Wegen Ausschreitungen hat der Weltfußballverband Fifa den argentinischen Verband Afa mit einer Strafe von 91.000 Euro bedacht. Außerdem sprach die Fifa eine Verwarnung aus. Grund dafür sind die Vorkommnisse rund die Vorrundenpartie gegen Kroatien am vergangenen Donnerstag. (queer.de)

  • Fans der südamerikanischen Mannschaft hatten Gegenstände aufs Spielfeld geworfen und die Gegner mit homophoben Parolen beleidigt. Unter anderem schrieen sie "Puto", was so viel wie Stricher oder Schwuchtel bedeuten kann.
  • Außerdem waren argentinische Fans in gewalttätige Auseinandersetzungen involviert. 
  • Kroatischen Fans haben sich ebenfalls geprügelt und mit Gegenständen geworfen. Dafür gab es eine Strafe über 11.000 Euro.

Über solche Summen entscheidet das Disziplinarkomitee der Fifa. Sie greifen dabei auf Videoaufzeichnungen zurück, sprechen mit den Antidiskriminierungsbeobachtern und Schiedsrichtern.

Es gab zum wiederholten Mal bei dieser WM homophobe Schlachtrufe im Stadion.

Auch der mexikanische Verband musste für die verbalen Entgleisungen seiner Fans zahlen. Beim Spiel gegen Deutschland hatten sie den Torwart Manuel Neuer als "Schwuchtel" oder "Stricher", bezeichnet. 8600 Euro wurden dafür fällig. (SPIEGEL ONLINE)

Schon 2014 gab es bei der WM in Brasilien bei mehreren Spielen entsprechende Chöre mexikanischer Fans. (queer.de)

Die FIFA hatte die Rufe damals nicht sanktioniert. Ihre Begründung: Im Fußball-Kontext seien sie nicht beleidigend.


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Ich hasse Fußball und Patriotismus. Aber euer Gemecker über die WM hasse ich noch mehr
Wir müssen reden.

Ich kann mit Fußball nichts anfangen und mit Menschenmengen noch weniger. Ich finde Fahnen an Autos und an Balkonen gruselig und dieser Partypatriotismus während der WM ekelt mich an. Aber: Das Gemecker darüber ist wesentlich schlimmer.

Ich würde niemals freiwillig zu einem Public Viewing gehen. Von mir aus kann man morgen die WM abschaffen und alles ist gut für mich