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"Adolfina"

Auch wenn gerade im eigenen Land Wahlkampf ist – die USA haben die AfD entdeckt. Das renommierte Gesellschaftsmagazin "The New Yorker" widmet der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry in seiner aktuellen Ausgabe ein langes Portrait. Darin wird ihre Partei als das "erfolgreichste rechts-außen Phänomen in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg" beschrieben. (Hier kannst du den Artikel lesen)

Geschrieben hat den Artikel der Autor und Historiker Thomas Meaney. Er begleitete Petry auf Vorträge, bei Hintergrundgesprächen und Parteiveranstaltungen. In München war er mit ihr sogar im Spa.

Um den US-Lesern Petry näher zu bringen, hat Meaney sie auch mit dem US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump verglichen. Anders als er sei sie nicht laut, nicht aufdringlich. Aber wie Trump pflege sie ihren Status als Außenseiterin und will Wählern durch rechte Verschwörungstheorien ein Gemeinschaftsgefühl geben: "Like him, she often works by insinuation, fanning right-wing conspiracy theories not merely to stir up grievances but to bind members together with a sense of shared beliefs."

Was genau schreibt Meaney über Frauke Petry? Das sind die wichtigsten Aussagen – wir haben sie für euch übersetzt:
"Frauke Petry führt eine neue Populistenpartei an, die Deutschlands wichtigste rechte Kraft seit den Nazis geworden ist."
"Die Polizei versammelt sich und für gewöhnlich auch Demonstranten, die gegen eine Frau protestieren, die ihren Feinden nur als 'Adolfina' oder 'die Führerin' bekannt ist."
"Jahrzehnte lang war die deutsche Rechte eine beschränkte Kraft mit einfach erkennbaren Unterstützern – Nikotin-befleckte Ex-Nazis in den 60ern und 70ern..."
"...Leder tragenden Skinheads in den 80ern und 90ern. Petry ist da anders, eine entwaffnend angenehme Erscheinung."
"Als ich sie fragte, ob die Rhetorik der AfD Gewalt fördere, sagte sie: 'Typische deutsche Journalistenfrage!' Ihre Stimme klang nach stählernem Hochmut."
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Meaney schreibt auch, dass die AfD nicht die einzige rechte Partei ist, die in Europa auf dem Vormarsch ist. Aber gerade der Aufstieg der Alternative sei "in einzigartiger Weise alarmierend" – wegen der rechten Vergangenheit Deutschlands und auch der aktuellen Dominanz innerhalb Europas.

Das Portrait endet mit einer Innenansicht Frauke Petrys. Es geht darum, wie wichtig ihr moralisches Handeln mit Blick auf die Flüchtlingsfrage ist. Petry antwortet:

"Ich selbst bin nicht moralisch gut. Ich bin nur ein Mensch. Ich versuche, mich an Regeln zu halten. Und ich denke, die Mehrheit der Deutschen stimmt mir da zu."

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