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Frankreich will stärker gegen Ungerechtigkeit im Job vorgehen: Firmen, die Frauen für die gleiche Arbeit weniger zahlen als Männern, können künftig mit Geldstrafen belegt werden. Das teilte Premierminister Édouard Philippe am Mittwoch mit. (Reuters)

Die Unternehmen haben nun die kommenden drei Jahre Zeit, Lohnunterschiede auszugleichen. Eine spezielle Software zur Lohnabrechnung soll überprüfen, ob die Gehälter angeglichen werden.

Frankreich geht damit eine wichtige Forderung an: Gleiches Geld für gleiche Arbeit.

Die Einführung soll schrittweise erfolgen:

  1. Zunächst müssen Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern im kommenden Jahr die Software installieren.
  2. Dann sollen bis 2020 auch Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern nachrüsten.
  3. Außerdem sollen alle Firmen ihre Lohnunterschiede transparent machen – auf einer Website sollen die Mitarbeiter Gehälter einsehen können.

Unternehmen, die die Lohnunterschiede nicht ausgleichen, können mit einer Geldstrafe von bis zu einem Prozent der Gesamtlohnkosten der Firma belegt werden.

"Die Software ist kein Zauberstab, aber sie wird Unterschiede in der Entlohnung zwischen Männern und Frauen offenbaren", sagte Premierminister Philippe bei der Vorstellung des Plans.

Wie ist die Lage in Deutschland?

Deutschland hat kein Gesetz, dass Frauen den gleichen Lohn verspricht – aber seit Anfang diesen Jahres gibt es das sogenannte Entgelttransparenzgesetz. Damit können Angestellte in größeren Unternehmen erfragen, was Kollegen vom anderen Geschlecht in der gleichen Funktion verdienen. Frauen erfahren so zum Beispiel, ob sie weniger bekommen als Männer. 

Das Gesetz ist allerdings umstritten:

Das Entgelttransparenzgesetz soll dabei helfen, den sogenannten Gender Pay Gap abzuschaffen. Der liegt in Deutschland branchenübergreifend bei etwa 21 Prozent – so viel verdienen Frauen weniger als Männer. Die Zahl ist so hoch, weil dabei auch viele schlecht bezahlte Berufe einfließen, die meist von Frauen verübt werden.

Doch auch im direkten Jobvergleich schneiden Frauen schlechter ab: Bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit bekommen sie laut Statistischem Bundesamt im Schnitt 6 Prozent weniger als Männer. 


Fühlen

Ich muss aufhören, mich ständig zu vergleichen!
Wir kommen schon an – jeder an seinem Ziel.

Nach einem Sonntagnachmittag auf Instagram ist meine Laune im Keller: Schöne Menschen essen Acai-Smoothie-Bowls, sie drehen Filme in Goa und treffen berühmte Menschen auf der Berlinale. Sie halten Händchen mit ihrer #loveoftheirlife, vor pastellfarbenen Wänden, im wahrgewordenen Pinterest-Traum.

Ich sitze in meinem WG-Zimmer, Zwischenmiete, auf einem Bett, das nicht mal mir gehört. Statt an Super-Food knabbere ich an der letzten Job-Absage. Und die Liebe meines Lebens ist leider auch nicht in Sichtweite. Ich hätte jetzt gern einen Filter für mein #reallife.