Bild: Veronique de Viguerie/Getty Images
Die Situation in Paris in drei Videos

Links uns rechts der Allee sind die Bäume mit festlich roten Lichtern geschmückt. Dazwischen liegen Trümmer: Tische, Metallstangen, Straßenschilder in Flammen. Vermummte in neongelben Westen werfen Steine, Autowracks lodern. 

Am Samstag protestierten die Französinnen und Franzosen bereits zum dritten Mal im Zuge eines landesweiten Aktionstags der "Gelbwesten" in Paris. Ihr Erkennungszeichen: die gelben Warnwesten, auf Französisch "gilets jaunes".

Die regierungskritische Bewegung formierte sich als Demonstration gegen Präsident Emmanuel Macrons neue Öko-Mineralsteuer – inzwischen entlädt sich in der Bewegung der gesamte Unmut über seine Politik. Die Protestler fordern unter anderem die Anhebung von Mindestlohn und Renten, sowie Steuersenkungen.

Die Demonstrationen werden immer gewalttätiger. Videos in den Sozialen Medien zeigen, wie Menschen mit Knüppeln auf Polizeiautos eindreschen, sie in Brand setzen.

Die traurige Bilanz:

  • 133 Menschen wurden am Samstag in Paris verletzt.
  • 23 davon sind Sicherheitskräfte. 
  • 412 Menschen wurden festgenommen,
  • 378 davon sind immer noch in Polizeigewahrsam. 

Die Situation am Samstag eskalierte, als Protestler versuchten, eine Polizeisperre zu durchbrechen, um auf die Champs-Élysées zu gelangen. Die Sicherheitskräfte setzten Wasserwerfer und Tränengas ein, um sie davon abzuhalten. Etwa 5000 Polizistinnen und Polizisten standen dabei 5500 Demonstrierenden gegenüber. (SPIEGEL ONLINE

Die Konfrontationen zwischen Sicherheitskräften und Protestlern kommen einer Straßenschlacht gleich:

Innenminister Christophe Castaner spricht nun davon, den Ausnahmezustand auszurufen, um die Lage im Land zu stabilisieren. Er fordert die "Gelbwesten" zum Dialog auf. Gleichzeitig erklärt Regierungssprecher Benjamin Griveaux, dass die Reformpolitik wie geplant fortgesetzt wird. (SPIEGEL ONLINE)

Wir haben gesagt, dass wir den Kurs nicht ändern werden. Denn der Kurs ist gut.
Regierungssprecher Benjamin Griveaux

Am Sonntagmittag berief Präsident Macron eine Krisensitzung ein: Im Élysée-Palast soll darüber gesprochen werden, welche Maßnahmen zu ergreifen sind und wie es weitergeht. 



Gerechtigkeit

"Wie, du trinkst heute keinen Alkohol?" Eine Studentin erklärt perfekt, warum diese Frage nervt
Die Geschichte in 5 Tweets

Warum müssen sich eigentlich immer diejenigen erklären, die keinen Alkohol trinken – und nicht diejenigen, die saufen? Für viele gehört zu einer gelungenen Party Alkohol dazu – aber auch ohne kann man Spaß haben. Noch mehr Spaß hätte man, wenn man sich nicht ständig rechtfertigen müsste.

Jessica, 36, Literatur-Studentin aus Siegen hat sich auf Twitter über die ständigen Diskussionen aufgeregt – und dafür viel Zuspruch bekommen.

Die typische Situation bei einer Party: