Bild: dpa/Silas Stein
Er soll in Verbindung zum verhafteten Franco A. stehen.

In der AfD ist ein weiterer Fall von der Verzahnung zwischen Politikern und Rechten aufgetaucht. Der Bundestagsabgeordnete Jan Nolte beschäftigt einen Mitarbeiter, der eine staatsgefährdende Straftat vorbereitet haben soll. Beim Mitarbeiter Maximilian T. handle es sich um einen Komplizen des Bundeswehroffiziers Franco A. (Die Zeit)

Franco A. hatte sich als syrischer Flüchtling ausgegeben und wollte so getarnt womöglich Anschläge ausüben. Seine Pläne flogen Anfang 2017 auf, Maximilian T. soll mit Franco A. zusammengearbeitet haben. (Hier mehr dazu bei bento

Obwohl der AfD-Abgeordnete Nolte davon wusste, hat er den mutmaßlichen Terroristen bei sich beschäftigt.

Was ist über Maximilian T. bekannt?

  • T. ist Offizier bei der Bundeswehr, er ist dort als Oberleutnant tätig.
  • Gegen ihn wird wegen der eventuellen Vorbereitung einer staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt.
  • Die Bundesanwaltschaft verfolgt damit einen Fall, in dem es um Terrorismus gehen könnte.
  • Bei den Ermittlern gilt T. als ein möglicher Komplize von Franco A. 

Trotz aller Untersuchungen arbeitet Maximilian T. als persönlicher Referent für den AfD-Politiker Nolte. Dieser bestätigt auch, dass T. für ihn arbeitet, er kenne ihn als "differenzierten und besonnenen jungen Menschen." (Die Zeit)

Nolte wollte seinen Referenten auch in den Bundestag mitnehmen. Dort wurde allerdings nicht eingelassen.

Für ganz so unschuldig wie Nolte hält die Verwaltung des Bundestags Maximilian T. jedoch offensichtlich nicht: Nolte hatte für ihn einen Hausausweis für den Deutschen Bundestag beantragt. Dieser wurde jedoch von der Bundespolizei verweigert. Sie haben ihn einer Zuverlässigkeitsprüfung unterzogen, der sich jeder neue Mitarbeiter stellen muss. 

Was die Behörden zweifeln lässt:

  • T. wurde im Sommer 2017 verhaftet, da er mit Franco A. in Wien gewesen sein, wo A. eine Waffe am Flughafen versteckte.
  • Er soll A. bei den Vorgesetzten der Bundeswehr gedeckt haben.
  • Außerdem soll Maximilian T. eine Liste mit Politikern und Organisationen aufgesetzt haben, die nach Vermutungen der Bundesanwaltschaft auf mögliche Anschlagsziele verweisen (u.a. Heiko Maas und Joachim Gauck).

Maximilian T. äußerte sich selbst nicht zu den Vorwürfen.


Art

Abstürze und Höhenflüge: die besten Bücher über Drogen
Im Rausch des... Lesens!